Ausbildungsverein (Karriereplattform) und/oder schneller Erfolg?

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    • Ausbildungsverein (Karriereplattform) und/oder schneller Erfolg?

      Ausbildungsverein und/oder schneller Erfolg? 47
      1.  
        gezielter/vermehrter Einsatz der eigenen Jugend schliesst Erfolg nicht automatisch aus (36) 77%
      2.  
        Verstärkungen nur, wenn auf jeweiliger Position wirklich notwendig bzw. Leadertypen (28) 60%
      3.  
        man sollte lieber langfristig (auf Kosten des kurzfristigen Erfolgs) denken und der eigenen Jugend mehr Chancen geben (17) 36%
      4.  
        ohne regelmässige Jugendtransfers ala Prödl und Leitgeb ist langfristiger Erfolg nur schwer finanzierbar (16) 34%
      5.  
        egal wie, Sturm muss schnellstens Titel holen bzw. auch international für Furore sorgen (1) 2%
      Hab mir gedacht, da das Thema gerade sehr aktuell ist und mich (vielleicht auch andere) interessieren würde was die Fans diesbezüglich wirklich denken, wäre ein eigenes Thema samt Umfrage nicht schlecht. Die Umfrage endet vorerst mal am 31. Juli 2009 und man kann bis zu 4 Auswahlmöglichkeiten wählen. Ist zwar etwas untypisch, aber da sich die Anworten grossteils nicht widersprechen, dachte ich mir wäre das ok. Man muss die 4 Möglichkeiten natürlich nicht nutzen.

      „Egal, was wir nun  machen, es ist falsch ...“

      Die heimische Fußballmeisterschaft ist in ihrem entscheidenden Abschnitt, Meister, Europacupteilnehmer und Absteiger werden ermittelt. Auch der SK Sturm kommt einer Entscheidung immer näher. Und da geht es nicht um die Frage, auf welchem Platz die Grazer landen oder ob man nächstes Jahr international spielen darf. In den nächsten Wochen entscheidet sich viel mehr: nämlich in welche Richtung sich der Verein entwickelt.

      Ausbildungsverein oder doch mehr? Diese Diskussion beschäftigt die Fans und erhitzt die Gemüter. Tatsache ist, dass sich der Verein zurzeit in einer „sensiblen Phase“ befindet, wie Präsident Hans Rinner bestätigt: „In der jetzigen Situation scheiden sich bei uns die Geister. Denn egal, was wir machen, es wird falsch sein ...“ Rinner spricht damit die Transferpolitik und den „Teufelskreis“, in dem sich der Verein befindet, an: Werden keine neuen Spieler geholt und vertraut man auf die eigenen, wird man in der nächsten Saison wohl nur schwer um einen internationalen Platz mitspielen können. Die Folge: „Die Fans sind ungeduldig, so wie sie es zuletzt schon waren“, meint Rinner.

      Geht man aber den anderen Weg und holt drei, vier neue Spieler (Legionäre), werden die jungen Talente aus dem eigenen Haus den Verein verlassen, weil sie die Chancen nicht bekommen – wie etwa Leo Kaufmann und Christoph Kröpfl, die auf dem Sprung zu Kärnten sind. Die Folge ist für Rinner klar: „Dann sind die Fans deshalb unzufrieden, weil wir nicht auf eigene Leute vertrauen ...“

      Unfinanzierbare Österreicher

      Trainer Franco Foda („Drei neue Spieler müssen wir holen.“) und Sportdirektor Oliver Kreuzer sind sich auf jeden Fall einig, dass jetzt etwas geschehen muss. „Es gilt nun, den Mittelweg zu finden. Einerseits brauchen wir Verstärkungen, andererseits darf der Nachwuchs nicht außer Acht gelassen werden“, so Kreuzer. Die Suche nach neuen Spielern ist intensiv, aber auch schwierig. Diese werden wohl aus dem Ausland kommen. Kreuzer: „Unser Budget lässt nicht viel zu. Jene Österreicher, die wir wollen, sind nicht zu finanzieren ...“
      Quelle: woche.at

      Also ich glaube sehrwohl, daß die Fans länger Geduld hätten, wenn man wirklich vermehrt auf die eigene Jugend setzt, nur wie es derzeit läuft ist es nicht Fisch und nicht Fleisch. Ein gutes Posting dazu hat mMn ja gestern No.11 im Wechselgerüchte-Thread verfasst. Die Kritik von den Fans nach dem Mattersburg-Auswärtsspiel bezog sich mMn sicher nicht darauf, daß der internationale Startplatz weg bzw. in Gefahr war/ist. Aber die Fans werden momentan anscheinend gerne für alles, was unangenehm ist vorgeschoben. Vielmehr glaube ich ja, wie eben No.11 in seinem Posting, daß man selbst gerne zwischen Thema Ausbildungsverein und internationale Ansprüche (wenn man den Kader gut zusammenstellt schliesst das eine mMn das andere nicht aus) dahinschwimmt um ja immer eine Ausrede zu haben. Vielleicht ist es ja auch so, daß man (vorallem mit Hörmann) schon den etwas langfristigeren Weg mit der eigenen Jugend gehen wollte, aber Foda, was ja aus seiner Sicht nicht verwerflich ist als Trainer möglichst rasch weiterkommen möchte und deshalb vom Weg der eigenen Jugend (und nochmal, glaube fast niemand ist dem Jugendwahn verfallen - ein Mittelweg sollte mMn gefunden werden) "etwas" verlassen hat. Nur dann sollte sich die Vereinsführung halt mal entscheiden, was sie wirklich will.
    • Natürlich muss Sturm so schnell wie möglich Titel sammeln, denn der FF wird ja auch nicht jünger. Und solange der keine Titel holt wird ihn kein deutscher Bundesligaklub in erwägung ziehen. Gleiches gilt natürlich auch für OK.
      Leidtragend wird leider unser SK Sturm sein, denn was nach erkauften Titeln meistens passiert wissen wir Österreicher ja leider nur zu genau. :heul:
      Zitat Muratovic: "Ich will mit dem Trainer nicht mehr sprechen, nicht von Mann zu Mann. Er hat gezeigt, welchen Charakter er hat, mich in meiner Heimat auf die Bank zu setzen." Bis vor einigen Monaten sei Foda noch ein guter Typ gewesen, der einen guten Job gemacht habe. Muratovic: "Das ist er nicht mehr." :thumb:
    • Ich bin der Ansicht, mehr als maximal 3-4 Junge kann man pro Saison nicht frisch einbauen. Ich freu mich schon auf Pürcher, trotzdem find ich es gut, dass er sich mit Kandelaki um den Stammplatz matchen muss. Nur so kann er über sich hinauswachsen. Es gehört mmn. sowieso mehr Konkurrenzkampf in die Mannschaft. Und die besten sollen dann auflaufen. Hoffe, es sind viele junge Steirer dabei.
    • Jetzt möchte ich auch mal ein Wörtchen dazu sagen.

      Meiner Meinung nach ist es heutzutage völlig irreal zu glauben, dass man als Ausbildungsverein mit durchwegs eigens aufgebauten Spielern auf kurze oder lange Sicht sportlich erfolgreich sein kann. Entweder kann man keine 11 Eigenbauspieler auftreiben, die alle wirklich super kicken können oder man treibt sie zwar auf, aber schon nach kurzer Zeit wird der eine oder andere vom Geld diverser größeren Klubs gelockt und verlässt den Verein.
      Selbst Ajax, ein Verein mit einen der größten Talentenschmiden überhaupt, verpflichtet von Jahr zu Jahr erfahrene Spieler, die den Jungen halt geben und die Mannschaft führen können ... und ein großer Anteil der wirklich starken Jungen ins Ausland wechseln.

      Um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen ... Ich wünsche mir auch, dass so viele junge Spieler, wenn möglich aus der Steiermark, in die Kampfmannschaft aufgenommen werden und ihre Chance dann auch nützen. Aber es ist nahezu unmöglich, mit den Talenten langfristig zu planen und auch sportliche Erfolge nachweisen zu können. Denn sobald mal einer raussticht, siehe Prödl oder Leitgeb, folgen sie Geld und Perspektiven und wechseln zu einem anderen Verein. Deswegen gehen mir die Floskeln 'Geduld haben' und 'junge Mannschaft aufbauen' schön langsam auf die E***. Teilweise erinnert mich das an unser Nationalteam unter Hickersberger, der wohl 20 Jahre benätigt hätte, um das junge Team zu formen.

      Ich wünsche mir eine Mannschaft, wo sich jeder einzelne Spieler, egal ob jung oder alt, lange beim Verein oder neu geholt, Österreicher oder Ausländer, sich mit dem Verein und den Fans identifizieren kann und alles für den SK Sturm gibt. Und ich will den SK Sturm auch wieder auf internationaler Ebene sehen, denn da gehören wir mMn auch hin und dass muss auch das Ziel sein.
    • @downstroy

      Kann ich nur unterschreiben! Ein wirklich guter Junger wird sich immer durchsetzen, es kann nicht jeder den Durchbruch schaffen, siehe Kröpfl und Co....die Aufregung um die zwei kann ich nicht nachvollziehen, Foda wird schon seine guten Gründe haben, er ist der sportlich Verantwortliche. Was bringts uns wenn nur Junioren spielen, und wir nach der Reihe auf den Deckel kriegen? Die Mischung muss einfach stimmen.
      Die Gruabn - Ort der Legenden, unvergessen
    • Sehe ich gleich. Wie Mählich bereits angesprochen hat - nur mit "Jungen" gehts nichts, weder bei Sturm noch bei Ajax, völlig d'accord. Was es wegen Kröpfl auf sich hat, gehört hier nicht her. Jedoch generell. So richtig "Ablösen" konnten mit Eigenbauspielern erzielt werden - bei Sturm und bei Ajax. Die "Routinierten" sind im Prinzip genau dafür so wichtig, dass man mit diesen Eigenbauspielern Erfolge und Gelder erwirtschaften kann. Wenn man jetzt einen xx jährigen Tschechen holt, kann man davon ausgehen, dass keine großen Gelder erwirtschaftet werden. Wenn man sich die heurigen Formationen ansieht, die relativ wahrscheinlichen Abgänge (Kobras, Shashi, Kröpfl, Kaufmann, Sereinig/Scherrer?) hernimmt und zu den bereits verpflichteten Spielern noch drei Legionäre dazudenkt, bin ich gespannt, wer da alles von der Bank rutscht und wann "Spieler ausgebildet werden".

      Jedoch, die Parallelen gabs ja schon mal wie Markus Schopp angesprochen hat - auch unter Osim gabs eine qualitativ hochwertige Bank. ;)

      Auf jeden Fall - die Zentralachse muss mit Routinees stehen, keine Frage, dazu Beichler/Jantscher/Hölzl/Kienzl und Jahr für Jahr 2 Spieler heranführen, für jene die erweitert auslaufen.

      Ich bin auf jeden Fall gespannt wie ein Zelt was da noch so alles kursieren wird. :football:
      Legenden sterben nie
    • Mir ist der schnelle Erfolg nicht so wichtig, bzw. denke ich, das der vermehrte Einsatz von jungen Spielern diesen nicht ausschließt. Sturm muss sich endlich wieder auf die eigene Jugend besinnen, anstatt Scouting-Touren nach Gratkorn bzw. durch den Balkanraum zu machen. Interessant finde ich übrigens, das Kreuzer vor kurzem verlauten ließ, das die guten Österreicher für Sturm nicht finanzierbar wären aber er die 6 Ausländerplätze nicht überschreiten wird. Komisch finde ich daran nur, das man für mindestens 3 Positionen im Ausland nach Verstärkungen sucht. Rechnen zählt anscheinend nicht zur Stärke der sportlichen Führung, denn diese Rechnung geht nicht auf. Mein Vorschlag wäre daher, das man für die neue Saison einen Stürmer aus dem Ausland holt, die vakanten Positionen aber dann mit Österreichern (aus dem eigenen Nachwuchs/Amateure) auffühlt. Denn ob Foda jetzt einen Legionär oder einen Jungen nichteinwechselt, ist auch schon egal :rolleyes:. Das ist für mich der einzige Weg für Sturm, langfristig wieder erfolgreich zu werden. Denn das Vertrauen in die eigene Jugend hat Sturm auch großgemacht.
      mit schwarzen Grüßen ...
    • Ich bin der Meinung, dass man sich wenn überhaupt nur gezielt verstärken soll. Ich weiß zB nicht was an einem Shashi bis jetzt verkehrt ist und warum man ihn überlegt zu verlängern. Einen solchen Verteidiger hätte man früher mit Handkuss genommen. Warum zerstört man mutwillig gutes? Wenns Lamotte billiger macht hätte man ihn als Backup behalten können und die Verteidigung würde mit Pürcher, Kandelaki, Sonnleitner, Feldhofer, Shashi, Lamotte und dem Kärntner, dessen Namen mir nicht einfällt stehen. Mitte: Jantscher, Beichler, Hölzl, Mura, Kienzl, Hlinka, Hassler (plus Prutsch, Klem und co als erweiterter Kader) und vorne haben wir neben Haas keinen adäquaten Stürmer: hier gilt es wirklich aktiv zu werden und 2 Kicker zu holen. Ansonsten kann man mit dem Kader getrost weiter arbeiten.

      International zu spielen ist schön, aber mir nicht wichtig, da es gilt einen solider Verein zu haben zu dessen Spiele ich auch noch in 20 Jahren gehen kann, da er nicht aufgelöst wurde...
    • Ich könnte mich mit der Vorstellung ,ein paar Jahre wegen vermehrter Förderung der selbst ausgebildeten Spieler "nur" im hinteren Mittelfeld der Tabelle angesiedelt zu sein, durchaus anfreunden. Ich würde gerne einen Kaufmann, Kröpfl, Tauschmann , Prutsch oder Klem nicht nur bei den Amateuren spielen sehen, sondern in den nächsten zwei-drei Jahren auch in der KM. Aber letztlich geht es ja nicht um mich, BN, MB, Oli, FF, OK oder sonst wen, sondern um den SK STURM GRAZ. Die Mehrheit der Sturmfans und Sympathisanten hätte mit diesem Szenario wahrscheinlich eine nicht so große Freude. Man sollte sich bewußt sein, dass es sich bei den wirklich engagierten und interessierten Forenusern um eine "Minderheit" handelt - zum Großteil gut informiert, höchst interessiert und sehr ambitioniert. Deren Meinung(en) und Interessen als allein seligmachende Wahrheiten anzusehen, hielte ich für vermessen. Abgesehen von den aktuellen Fällen Kaufmann, Kröpfl und Prutsch(?) sehe ich das Problem weniger in der Person FF - er war es doch, der uns alle mit dem Wechsel Prödl/Mörec nach der Wintervorbereitungszeit überraschte ; auch Beichler und Jantscher können sich letztlich nicht wirklich beschweren - als im Umstand, dass der Wunsch nach herzeigbaren Erfolgen in Form von Titeln o.ä. viel zu rasch gekommen ist und die Protagonisten an der Vereinsspitze sich selbst bzgl. Anspruchsdenken ein wenig zuviel Druck auferlegt haben. Vernünftige Ideen wurden so ein wenig vom Wunschdenken abgelöst und dabei gerät man in Gefahr, vom richtigen Weg abzukommen. Trotzdem sollte man das Kind nicht mit dem Bad ausschütten und FF und Co. vielleicht doch auch ein wenig "guten Willen" zutrauen. Ich hoffe trotz allem auf eine vernünftige und auch den sehr gut arbeitenden eigenen Nachwuchsbetrieb berücksichtigende Kaderplanung für die Saison 09/10 . Die richtige Mischung sollte es halt sein...wie es @BN recht anschaulich beschrieben hat.
      CRUIJFF/ KENNEDY/ MICOUD

      LÜGEN HEISST AUCH: MEHR ZU BEHAUPTEN ALS DAS, WAS TATSÄCHLICH IST. HANS MEYER
    • @ RK

      ich könnte mich damit auch anfreunden, keine Frage ... nur mit welchem Ziel dahinter?!? dann spielt man 4-5 Saisonen lang im gesicherten Mittelfeld mit und danach sind die Spieler 24-25 Jahre alt ... und dann?!?? wenn sie davor wirklich einschlagen, werden sie von nem größeren Klub geangelt. falls sie nicht einschlagen, spielen sie bei uns weiter. Dank mangelndem Talent werden werden wir mit ihnen aber nie vorne mitspielen können. Das soll ja auch nicht Sinn und Zweck sein oder?
    • Kleines Fantasiespiel der "Randgruppe": ;)

      Tormann: Gratzei
      Abwehr: Lamotte Legionär1 Feldhofer Kandelaki
      Mittelfeld: Hölzl Kienzl Hlinka Legionär2/Beichler
      Sturm: Muratovic Haas

      Bank: Baotic, Sonnleitner, Ehrenreich, Sereinig, Foda, Jantscher, Hassler // (wo bleiben Legionär 2 [restriktive Beichler] & 3) und Bukva?

      Auf was ich hinaus will - die wirllichen nötigen Offenbarungsakte aus den "neuen EU-Mitgliedsstaaten" sehe ich nicht. Bei dieser Konstellation sehe ich wenig "Licht" für Tauschmann, Prutsch, Klem, Hacker (?), Schick (?) oder Andere. Geht man der Annahme, dass man lt. VdF die drei (Suppan ausgeklammert) verliehenen Spieler ebenfalls zurücknehmen muss, bis sich zumindest ein Interessent findet, wenn gewünscht, bin ich tatsächlich gespannt a) welche Spieler "überraschend" weggehen werden und b) wo die Eigengewächse bleiben. Beichler & Jantscher kamen/kommen doch im Endeffekt auch nur durch Sperren &/ Verletzungen zum spielen. Wenn künftig dann Legionär 2 &/ 3 kommen, KÖNNTE es düster werden. Aber man weiß ja, wenn viel "gewünscht" wird und im Endeffekt weniger zu Stande kommt, kann man Mitte Juni getrost die (selbst auferlegten) Ansprüche herunter schrauben. ;)

      Jedoch bleibe ich dabei - Wege werden vorgegeben, man wird sehen, welcher langfristig beschritten wird.

      @Downstroy

      Das Argumentenbeispiel Nummer 1 (Ajax / holländische Schule) zeigt es doch tadellos vor. Auf der einen Kaderhälfte (3 in der Formation, 4 auf der Bank) stehen die Eigengewächse (bzw. jene, die zwischen 12 und 21 den Weg von Utrecht, Tilburg oder Heerenveen den Weg in die Hauptstadt gefunden haben) und auf den anderen Kaderhälfte jene, die ab Mitte 25 Jahren bereits länger im Kader sind oder zugekauft werden. Ich denke kein ernsthafter Realist geht der Annahme, dass mit einem Durchschnittsalter von 17,4 Jahren alles TuttiFrutti wäre. Sturm wird ja nicht sponsored by Bollwerk. Jedoch sollte die künftige Devise doch wieder klar in die Richtung gehen das a) langfristig Spieler aufgebaut werden um z.B. einen Mura oder Feldhofer im Jahre X abzulösen bzw. diese bei kurzfristigen Ausfällen/Formtiefs oder während dem Spiel ersetzen zu können oder b) auf nicht-Zentralpositionen (angenommen Hölzl geht) ein "Eigenbauspieler" dort die Chance bekommt HINEINZUWACHSEN. Sowas dauert natürlich, aber das Thema ist wie immer voller Pro&Cons, deswegen sehe ich der neuen Saison sehr relaxed entgegen, da, wie man weiß, Managergehälter nicht nur kontinuierlich wachsen, sondern auch der Erfolgsdruck bzw. die Leistung. ;) :]
      Legenden sterben nie
    • Im Zweifelsfall hat der Erfolg Vorrang. Sicher, wenns läuft freut sich jeder dass es mit Jungen klappt, aber schaut nach Linz, da spielen neben den 3 Dinos Ivo, Moarli und Bauer Michl viele junge Akteure, und was die zusammenkicken spottet ja jeder Beschreibung. Mir wäre es nicht egal, den Erfolg auf dem Altar der Jugend zu opfern, es darf ja kein Freifahrtschein sein, jung zu sein, das gibts nirgendwo! Die Leistung zählt, sonst nichts!
      Die Gruabn - Ort der Legenden, unvergessen
    • So ist es @Baldur - vom "jung" sein hat höchstens Mausi Lugner war, gut müssen sie sein, nicht alt, nicht legionärsfreudig und nicht bestverdienenend - nur gut! ;) Wie Osim schon sagte, bei guten Spielern beim Alter zu differenzieren ist unfair und nachdem der Sir ja des öfteren kopiert wird...das Wichtigste an der ganzen Sache, dass sich Fußballexperten wie Ich, RK, MB, RS, FS, FF, OK und natürlich HR eine Meinung bilden können bedarf es Einsätze der Spieler um diese zu beurteilen, bei Sturm, nicht wo anders. ;)

      Bzgl. Lask: wieder ein Fantasiebeispiel: Schreibst du als "Sekräterin" schnellere Anschläge wenn du z.B. "ab und zu" auf die Zahlung wartest... ;) :megagrins:
      Legenden sterben nie
    • Hallo -

      "Ausbildungsverein": Wieder einer jener dehnbaren Begriffe, die als Schlagwörter - manchmal ein bisserl unreflektiert - durch die Fußballlandschaft geistern. Nicht nur, dass Sturm im Denken einiger sozusagen verpflichtet ist, sich als Ausbildungsverein zu positionieren; nein: mittlerweile schwafelt ja schon die halbe Liga (inklusive der beiden sogenannten "Wiener Großklubs") davon. Was ist denn nun ein "Ausbildungsverein"? Ajax Amsterdam, das nach dem Verkauf ganzer Generationen begabter Spieler gemessen an der eigenen Geschichte in die sportliche Bedeutungslosigkeit versunken ist? Die halbe französische Liga, deren seit Jahrzehnten herausragende Akademie-Arbeit in erster Linie die Premier League füttert? Arsenal, mit dem Importieren "halbfertiger" Spieler beschäftigt, die nach der "Ausbildung" sofort ins kalte Premier League-Wasser geschmissen werden? Sturm, das in den letzten Jahren den Abgang einer ganzen Mannschaft irgendwie (und natürlich auch aus dem Nachwuchs) kompensieren musste?
      Jedenfalls scheint es mittlerweile zum guten Ton zu gehören, im Zweifelsfall "mehr Jugend" zu fordern und bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf das durchschnittliche Kaderalter zu verweisen. Dabei sollte man im österreichischen Fall allerdings nicht übersehen, dass die Qualität der Ausbildung im Allgemeinen unbefriedigend ist, wie z.B. die im Großen und Ganzen desaströse Bilanz in Österreich "ausgebildeter" Kicker im Ausland verrät. Kaum ein österreichischer Nachwuchsspieler erfüllt die Voraussetzungen des modernen Profifußballs: nicht im technischen, nicht im taktischen, nicht im athletischen und schon gar nicht im mentalen Bereich. Dieses traurige Fazit steht übrigens oft in einem interessanten Gegensatz zum Selbstverständnis des vielgepriesenen Nachwuchses.
      Nun ist ein Profiklub unglücklicherweise in erster Linie dazu da, um Spiele zu gewinnen - bei allem notwendigen Besinnen auf Seriosität und Tradition (letztere, sofern vorhanden). Also muss die bestmögliche Mannschaft zur Verfügung stehen, unabhängig vom Alter der Akteure. Kein vernünftiger Trainer würde einem jungen Spieler wissentlich den Weg verbauen, obwohl er bessere Leistungen bringt als ein älterer. Aber das muss er erst einmal beweisen, und zwar - wenn möglich - mehr als eine halbe Saison, die hierzulande offenbar schon reicht, um sogenannte "Jungstars" hervorzubringen.
      Viel entscheidender als Altersdurchschnittsfetischismus ist Konstanz - es ist schwierig, ein entsprechendes Niveau zu erreichen, wenn man im Zeitalter des modernen, beratergetriebenen Job Hoppings praktisch jede Saison eine neue Mannschaft zusammenbasteln muss. Das geht vielleicht bei materialschlachtähnlichen "Strategien" wie jener des Mateschitz-Vereins, aber auch nur deswegen, weil die Diskrepanz zum Rest so groß ist; ein Klub wie Sturm müsste sich darauf besinnen, den funktionierenden Kern der Mannschaft solange intakt zu halten, solange die jeweiligen Leistungen noch stimmen bzw. ausbaufähig sind. Und dort, wo das nicht mehr der Fall ist, muss man halt "nachbessern", ohne einen Leistungsverlust in Kauf nehmen zu müssen. Wenn das aus dem eigenen Nachwuchs geht, wunderbar ... wenn nicht, dann muss die Ergänzung eben von woanders her kommen. Das bedeutet keineswegs, die vereinseigene "Ausbildung" zu vernachlässigen - deren oberstes Ziel es schließlich sein sollte, durch die verschiedenen Jahrgänge funktionierende Mannschaften (bzw. Mannschaftskerne) zu Stande zu bringen, die auf einem entsprechenden Level eingespielt sind und ein übergreifendes System praktizieren. Konstanz eben, die sich mit ein wenig Glück irgendwann einmal an der Spitze der Pyramide zeigt. So wie Djuricics und Osims "goldene Generation", so wie die halbe Amateurmannschaft, die vor dem und während des Konkurs/es ins nicht ganz so kalte Wasser der Bundesliga geschmissen wurde. Und was wären selbst die ohne dazugeholte Spieler gewesen, egal ob Ausländer oder nicht?

      Liebe Grüße, Gretsch
    • @GRETSCH:

      Ein wenig neidvoll gestehe ich: besser kann man es nicht analysieren und formulieren! CHAPEAU! Großartiges Posting, das das Thema Ausbildungsverein in Zeiten nach Bosman wunderbar und nachvollziehbar zu erklären versucht. Noch einmal "Hut ab" und DANKE! Damit scheint das Wesentliche gesagt!
      CRUIJFF/ KENNEDY/ MICOUD

      LÜGEN HEISST AUCH: MEHR ZU BEHAUPTEN ALS DAS, WAS TATSÄCHLICH IST. HANS MEYER
    • vorweg: Hallo an Alle (meine erstes Posting)

      ich bin der Meinung, dass der Begriff "Ausbildungsverein" eher als wirtschaftliches Konzept, denn als als Strategie für die Erstellung des Kaders oder der sportlichen Zielformulierung dient.

      Vor zwei Jahren haben wir gesehen, dass wichtiger als der sportliche Erfolg, die wirtschaftliche Gebarung ist. Wie in vielen Lebensbereichen bestimmen die Einnahmen alle weiteren Aktionen. (das oberste Ziel des Vereins sollte das "Überleben" sein).

      Ich habe den Begriff "Ausbildungsverein" als mittelfristige Zielsetzung des Vereins gesehen, um die Schulden/ Verpflichungen des Ausgleichs zu bezahlen, aber auch um in den nächsten Jahren (5 bis 8 jahren- meine persönliche Interpretation) einen Kapitalstock zu erwirtschaften. Dieses gesparte Geld sollte in die Strukturen des Vereins gehen (Scouting, medizinische Betreuung, Jugendarbeit, Traingsgelände, etc.) um hier den Rückstand auf die nationale Spitze, aber auch international gesehen wettzumachen. Als Beispiel fällt mir hier der FC Bayern ein, der zum großen Teil seine Stabilität vom oft zitierten "Festgeldkonto" (also von nicht verbrauchten Überschüssen)bezieht.

      Dies bedeutet - meine persönliche Meinung - dass angestrebt wird, den - hoffentlich zu erzielenden - Transferüberschuß nicht für den laufenden, operativen Bereich zu nutzen, sondern für langfristige "Investitionen" zu sparen. Dies bedeutet aber auch, dass junge Spieler den Verein für gutes Geld verlassen sollen, was weiters bedeutet, dass sich die Mannschaft in den nächsten Jahren nicht zusammen weiter entwickeln kann (zumindest nicht kontinuierlich).

      Zur Hebung des Niveaus unsere Jungen Spieler ist Konkurrenz von Aussen (ältere "Führungsspieler") unbedingt notwendig. Nur mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs sehre ich die Entwicklung dieser Spieler in Gefahr (und damit auch das Konzept des "Ausbildungsvereins").

      Mein Idealbild wäre eine gemeinsame Arbeit von Vorstand, sportlicher Führung, Fans und Sponsoren um in einigen Jahren einen modernen, solventen und gut geführten Klub zu haben, der in der Region verankert ist, attraktiv für Sponsoren und neue Fans.

      Dann kann man - aus einer Position der Stärke - das Konzept des Ausbildungsvereins in die laufende Strukur eines modernen Fussballklubs übergehen lassen.

      Soweit das IDEALBILD ;-))