Ausbildungsverein (Karriereplattform) und/oder schneller Erfolg?

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    • Oli schrieb:

      Bei Schmerböck's Aussagen befürchte ich fast den nächsten Salmutter, Beichler und co...

      Sorry, aber wenn mit dem Alter der zweite Fuß lt. eigener Aussage noch eine Katastrophe ist, dann braucht man vom Ausland aber bitte nicht träumen nach 2 guten Kurzeinsätzen... Sowieso traurig, dass in Österreich bzw. zumindest bei uns Beidbeinigkeit scheinbar noch immer nicht zur Standardausbildung gehört, aber unsere Jugendarbeit ist ja sooo toll lt. Goldbrich und co.

      Dann gibt er zu, dass er Defensiv noch Aufholbedarf hat und beschwert sich gleichzeitig in schon fast nachtretender Art über Hyballa, der es sich erlaubt hat ihn als AV zu probieren. Kann ja nicht sein, dass man heutzutage schon auf jeder Position defensiv was können sollte, vorallem auch am Flügel und Hyballa zur Förderung des Spielers so entschieden hat.

      Das Interview nach dem Spiel passt dann noch super dazu.

      Bezüglich Ausbildungsverein bedankt er sich mit seinen schleimigen Aussagen jetzt halt für seine Einsätze!
      du hast es auf den Punkt gebracht :bravo: :bravo: :bravo:

      zu seiner Aussage "Schnelligkeit" ein wenig überzogen von Stärken zu sprechen
      nach schmerzlichen Verlust führe und lebe ich deinen Willen hier in diesem Forum weiter - ich denke an dich - dein Freund Sturm Kids
    • Florian Sittsam im Interview
      Der verlorene Sohn

      Seit Jänner ist Florian Sittsam Spieler des SV Horn. Nach zwölf Jahren beim SK Sturm gab es beim Heimatverein keine Perspektive mehr. Ein Gespräch über fehlende Kommunikation, seinen Vater, die Rolle des Sportchefs und die neuen Aufgaben im Waldviertel.

      Florian Sittsam kommt pünktlich zum Interviewtermin. Eine Eigenschaft, die er auch im zweiten Standbein, das er sich gerade beginnt aufzubauen, gut brauchen wird können. Sittsam hat sich an der Uni Wien für das Lehramtsstudium Geografie und Englisch eingeschrieben. „Ich werde wahrscheinlich ein wenig länger brauchen“, schmunzelt er, ist er doch „nebenher“ auch noch Profi-Fußballer. Profi-Fußballer beim SV Horn, seit nunmehr knapp einem Monat. So lange ist es her, dass Florian Sittsam nach mehr als zwölf Jahren den SK Sturm verlassen hat.

      Der Grazer hat mittlerweile eine Wohnung in Stockerau bezogen, eine halbe Stunde von seinem neuen Arbeitsplatz entfernt, aber mit guter Anbindung nach Wien. Das Studieren will ernst genommen werden. Der Umzug sei ein wenig stressig gewesen, schön langsam hätte er sich aber eingelebt, sagt er. Ein wenig Enttäuschung über seinen Weggang kann Sittsam aber nur schwer verbergen. Vor allem wie er zustande gekommen ist, ärgert ihn. So hätte er erst auf Nachfrage erfahren, man würde nicht mehr mit ihm planen.

      Man sitzt bei Florian Sittsam einem selbstbewussten und kontrollierten jungen Mann gegenüber. Einem, der nicht zufällig oder impulsiv etwas Ungewolltes von sich gibt. Ein sehr offenes Gespräch mit einem Ex-Blacky und der neuen Nummer 16 des SV Horn.

      Florian, du bist jetzt seit Anfang Jänner beim SV Horn. Wie war dein Start im Waldviertel?
      Der Start war gut, ich bin gut von der Mannschaft aufgenommen worden und ich habe mich schon ein wenig eingelebt. Den Trainer, Willi Schuldes, kannte ich ja schon, wir haben letzten Sommer und dann im Dezember Gespräche geführt. Das Gesamtpaket vom Verein gefällt mir.

      Der SV Horn-Trainer Willhelm Schuldes ist also letztes Jahr auf dich zugekommen?
      Der Kontakt ist über den Sportdirektor, Reinhard Vyhnalek, entstanden. Letzten Sommer habe ich noch abgesagt, Markus Schopp hat mich in einem langen Gespräch von einem Verbleib in Graz überzeugt. Er hat mir signalisiert, er würde Chancen für mich sehen, es in die erste Mannschaft zu schaffen. Die sportliche Leitung vom SV Horn hat aber immer wieder Interesse bekundet und die Gespräche waren mit der Zeit so positiv, dass sie mich überzeugt haben zu wechseln.

      Dein Abgang aus Graz, wie war das genau? Wann hat dir zum ersten Mal jemand vom SK Sturm gesagt, ein Wechsel wäre für dich die bessere Option?
      Es hat sich ab dem Herbst 2013 abgezeichnet. Trotz, nach meiner Meinung, guter Leistungen im Training mit der ersten Mannschaft und in der Regionalliga, wurde bei den Trainingseinheiten von Darko Milanic sehr wenig mit mir gesprochen. Es hat sich fast so angefühlt, als wäre etwas vorgefallen, ich habe immer weniger Anweisungen bekommen. Dann waren die Leistungen der Mannschaft noch dazu nicht gut und trotzdem hat offenbar der Mut gefehlt, jungen Leuten die Chance zu geben. Ich habe dann Ende November/Anfang Dezember mit Milanic das Gespräch gesucht, wo er mir schließlich mitgeteilt hat, er plane nicht mit mir und er sehe wenig Chancen auf Einsatzminuten im Frühjahr.

      Das heißt, mit dir wurde gar nicht geredet und deshalb bist du zum Trainer gegangen und hast das Gespräch gesucht?
      Ja, ich habe die Initiative ergriffen und ihm erklärt, ich würde merken, dass etwas nicht passt. Ich wollte von Milanic wissen, wie er das sieht – mit dem Ergebnis, dass mir signalisiert wurde, es wäre besser, den Verein zu verlassen.

      Du hast gesagt, es hätte sich für dich so angefühlt, als wäre etwas vorgefallen, weil sich die Situation auf einmal so verschlechtert hat. Du hast keine Idee, was das sein könnte?
      Vielleicht ist das auch nur mir so vorgekommen. Aber es war einfach komisch, dass er mit mir nicht geredet hat, mir nicht gesagt hat, was er mit mir vorhat oder was er plant. Ob ich bald einmal einen Einsatz bekomme, vielleicht im Frühjahr, oder gar nicht. Irgendwann musste ich das Gespräch suchen. Ich war bei den Amateuren zweieinhalb Jahre Stammspieler, es muss einfach jetzt der nächste Schritt kommen.

      Welche Rolle spielt dein Vater Hannes Sittsam, der bei Sturm administrativer Leiter der Jugend ist, in dieser ganzen Angelegenheit? Manche Leute behaupten, dass dein Verkauf auch ein bisschen deinen, oftmals kritischen, Vater ruhigstellen soll.
      Das war für mich bei dieser gesamten Entwicklung natürlich schon eine Überlegung, die ich angestellt habe. Ich habe mich natürlich gefragt, warum wird auf einmal mit mir nicht mehr gesprochen? Wissen tue ich es aber natürlich nicht.

      Aber du schließt einen Zusammenhang nicht aus?
      Es könnte schon so sein.

      Inwiefern hat der sportliche Leiter mitgeredet?
      Mein Vater war ständig in Kontakt mit Gerhard Goldbrich. Ich glaube, der General Manager hat eine Rolle in dieser Causa gespielt. Wir haben aber auch gemerkt, der Trainer und der Sportdirektor waren nicht immer einer Meinung. Goldbrich hat zum Beispiel zu meinem Vater andere Dinge gesagt, als Darko Milanic dann bei unserem Gespräch zu mir.

      Was hat Goldbrich deinem Vater gesagt?
      Er hat meinem Vater gesagt, ich sei in der ersten Mannschaft voll integriert, der Verein würde voll auf mich bauen und es würden sich sicher Einsätze ergeben, ich müsste nur Geduld haben. Da frage ich mich dann schon, was ich glauben soll.

      Bist du der Meinung, Gerhard Goldbrich hätte dich gerne weiter beim Verein gesehen?
      Nein, das Gefühl habe ich nicht gehabt.

      Gilt dein Fall, die fehlende Perspektive in die erste Mannschaft zu kommen, für mehrere Leute in deiner Altersklasse beim SK Sturm?
      Bis jetzt ist es so gewesen. Wenn ich nur meinen Jahrgang, 1994, als Beispiel nehme, da gab es in der U15 bei Sturm einige Talente. Wir waren in der Liga die beste U15, die der Verein jemals hatte. Aus dieser Truppe kommen zum Beispiel Daniel Bachmann, derzeit dritter Tormann bei Stoke City, oder Daniel Geissler, jetzt bei Schalke 04. Die wären alle gerne bei Sturm geblieben, aber hier sind Fehler passiert.

      Welche Fehler sind passiert?
      Talente gehören gefördert. Es können natürlich nicht zehn Leute pro Jahrgang in die erste Mannschaft kommen, zwei oder drei wären schon super. Diese Leute, die jetzt alle weg sind, haben aber das Gefühl schlicht nicht gehabt, diese Förderung ausreichend zu bekommen. Durch diese Beispiele habe auch ich nach und nach gesehen, es gibt eine andere Perspektive als den SK Sturm. Ich wollte es aber unbedingt in die Bundesligamannschaft schaffen, deswegen bin ich länger geblieben.

      Es hat mit der neuen Akademie einige Änderungen im Nachwuchsbereich gegeben. Wird das die Situation ändern oder wird es gleich weitergehen wie bisher?
      Soweit ich das verfolgen kann, denke ich schon eine Weiterentwicklung zu erkennen. Mein Bruder, Philipp Sittsam, spielt selbst in der Akademie. Ich habe diesbezüglich einen positiven Eindruck.

      Aber ist eine neue Struktur, eine neue Akademie nicht ein wenig belanglos, wenn die sportliche Leitung nicht auf die jungen Leute setzt?
      Ich würde es so sagen: Die notwendige Struktur, um die Leute optimal auszubilden, ist mit dieser neuen Akademie sicher geschaffen worden. Meiner Meinung nach kommen auch starke Jahrgänge nach. Aber natürlich muss von oben ein Zeichen kommen, dass mit den Jungen geplant wird.

      Signalisiert der SK Sturm den Jahrgängen nach dir, den heute 16- oder 17-jährigen, das? Gibt es dieses Zeichen für die Spieler?
      Ich glaube es, ja. Und: Mein Jahrgang war sicher sehr gut, aber in der Kaderbreite könnte es sein, dass noch stärkere nachkommen.

      Der sportliche Verantwortungsbereich, also jener von Gerhard Goldbrich, siehst du da einen roten Faden, ein Ziel, worauf der Verein hinarbeitet?
      Er versucht es teilweise. Aber hinsichtlich der oft angesprochenen Karriereplattform ist seit Beginn seiner Amtszeit noch nicht viel zu erkennen.

      Ist diese Karriereplattform ein Ziel von Goldbrich?
      In der Öffentlichkeit transportiert er es so, oder?

      Diese Idee, dieser Begriff, kommt ursprünglich aus dem Konzept von Präsident Christian Jauk, das er bei seiner Wahl präsentiert hat. Nun sagt Jauk mittlerweile sogar im Sturm12.at-Interview, er würde sich diesbezüglich von der sportlichen Führung ein konsequenteres Verfolgen der vorgegebenen Ziele wünschen. Verfolgt Goldbrich nun dieses Ziel tatsächlich oder verfolgt er zumindest auch andere?
      Es sollten hier eigentlich alle an einem Strang ziehen und ich denke, man sieht, dass die sportliche Leitung das nicht so umsetzt, wie der Präsident es vorgibt.

      Ist Gerhard Goldbrich der Spagat zwischen der vorgegebenen Karriereplattform und dem Aufbau einer schlagkräftigen Mannschaft noch nicht gelungen?
      Auf jeden Fall scheitert das noch, ja.

      Geht beides zusammen?
      Da bin ich überzeugt davon. Und wenn man die wirtschaftliche Situation ansieht, ist es auch die einzige Möglichkeit für Sturm.

      Themenwechsel. Du hast unter Peter Hyballa und unter Darko Milanic trainiert. Wo liegen die Unterschiede zwischen den beiden?
      Bei Hyballa hat fast alles mit dem Ball stattgefunden, der war immer dabei. Sehr viele Technikübungen kamen dazu. Bei Milanic geht es sehr in die taktische Richtung. Viele Sachen zum Stellungsspiel und zum richtigen Verschieben kommen bei ihm vor.

      War Peter Hyballa hinsichtlich seines Umgangs mit den Spielern tatsächlich so furchtbar wie heute viele behaupten?
      Sein Umgang mit den Spielern ist schon kritisch zu betrachten. Mir gegenüber und auch gegenüber den anderen Amateuren, die oben mittrainiert haben, war er sehr autoritär. Ich muss ehrlich sagen, das habe ich so noch nicht erlebt, wie er teilweise mit Menschen umgegangen ist.

      In deiner bisherigen Laufbahn, wer war der beste Trainer für dich?
      Für mich persönlich war Dietmar Pegam, den ich am Anfang bei den Amateuren hatte, ein sehr guter Trainer. Er hat Mut gehabt, hat mich mit 16 Jahren schon in der Regionalliga eingesetzt. Aber auch Markus Schopp hat ein gutes Händchen für junge Spieler. Er kommuniziert viel und kann sehr gut vermitteln, was er sich erwartet.

      Dein neuer Coach in Horn, Willhelm Schuldes, was ist er für ein Typ?
      Er ist Dietmar Pegam sehr ähnlich, sie sind privat auch befreundet. Er plant mit mir auf meiner bevorzugten Position im defensiven zentralen Mittelfeld. Die Spielanlage, die mir in den Gesprächen von ihm vermittelt wurde, gefällt mir außerdem insgesamt sehr gut. Schuldes möchte eine Mannschaft, die sehr viel im Ballbesitz ist. Er ist fasziniert von Pep Guardiola, dann kann man sich etwa vorstellen, wie das im Optimalfall ausschauen sollte. (lacht) Hier zählt auch die Infrastruktur in Horn dazu. Sie war mit ein Grund für meine Entscheidung, dorthin zu wechseln. Es gibt fünf oder sechs Trainingsplätze in einem Top-Zustand, was man über jene in Messendorf nicht immer behaupten kann. Der Stadionrasen ist zum schönsten in der ersten Liga gewählt worden. Das Umfeld ist einfach sehr gut.

      Als der Wechsel von dir zum SV Horn konkret geworden ist, hast du zu Sturm12.at gesagt: “EineRückkehr zu Sturm kann man sich immer vorstellen.“ Ist es ein Ziel von dir, wieder nach Graz zurückzukehren?
      Es als Ziel zu definieren, zu einem Verein zurückzukehren, das geht im Fußball nicht. Aber ich habe zwölf Jahre hier gespielt, wenn Sturm irgendwann Interesse an mir haben sollte, werde ich ein offenes Ohr haben. Jetzt befasse ich mich damit aber nicht, sondern konzentriere mich auf die neue Herausforderung. Nichtsdestotrotz war es für mich eine große Enttäuschung, wie das letztlich bei Sturm verlaufen ist.

      Wäre es zum Beispiel überhaupt vorstellbar, nach der großen Enttäuschung, zu Sturm mit der gleichen sportlichen Führung wie heute zurückzukommen?
      Ich würde es mir jedenfalls als sehr schwierig vorstellen.

      Wird deiner Ansicht nach die sportliche Leitung beim SK Sturm in drei Jahren noch jene von heute sein?
      Mein Gefühl sagt mir: nein.
      Quelle: sturm12.at

      Gutes Interview, welches leider die traurigen "Zustände" bei Sturm sehr gut zusammenfasst. Teilweise wirkt es auf mich aber fast so, als wäre Sittsam hier nur der Überbringer von Botschaften in Richtung Goldbrich und Milanic? :engel:
    • Gruber, Rosenberger, Schnaderbeck
      Drei Talente mit Zukunft?

      In Belek haben sie laut Darko Milanic überzeugt: Andreas Gruber, Benjamin Rosenberger und David Schnaderbeck haben den Sprung in die Kampfmannschaft im nächsten Jahr als erklärtes Ziel ausgegeben. Die Hoffnungen, Erwartungen und persönliche Ziele des Amateurtrios.

      Der selbsterklärte Ausbildungsverein Sturm Graz hat Probleme mit seinem Nachwuchs. In einer Zeit, in der man bei den Blackies von einer Lost Generation sprechen könnte, stechen aber drei Talente der Amateure besonders heraus. Im Trainingslager im türkischen Belek haben die Andreas Gruber, Benjamin Rosenberger und David Schnaderbeck Ende Jänner die Luft der ersten Mannschaft schnuppern dürfen. Sie verstärkten das Aufgebot der Profis, wie auch Tormann Pascal Legat und Marc Andre Schmerböck. Ganz Darko Milanics AussageIch habe sie nicht als Touristen mitgenommen” folgend, konnten sie im Training und in mehren Testspielen ihr Können unter Beweis stellen. Anscheinend lief alles den Wünschen des Trainers entsprechend, der mit seiner Aussage die Amateurspieler weiterer motivierte: “Alle, die in Belek mit waren, können und müssen mit Einsatzzeiten im Frühjahr rechnen.

      Die drei Jungblackies freuen sich über das Vertrauen von Milanic und sehen in seiner Aussage ein erfreuliches Versprechen. “Wenn der Trainer das sagt, dann wird er es auch halten“, ist sich Andreas Gruber sicher. David Schnaderbeck hingegen hadert etwas mit seiner Position: “Meine Situation mit vier zentralen Mittelfeldspielern ist sehr schwierig.” Aber auch er erhofft sich, seine Chance zu bekommen. Rosenberger stellt seine eigene Arbeit in den Vordergrund: “Wenn ich fleißig weiterarbeite, komme ich sicher zu meinen Einsätzen.

      Es hat mir voll getaugt
      Eine Entwicklung die schon vor Belek zu erkennen war, mit der Teilnahme am Trainingslager aber einen unbestreitbaren Höhenpunkt erlebt hat. Die Aussagen der Jungblackies zu ihrem Aufenthalt in Belek sind nur minimal unterschiedlich. Die Quintessenz: Es war einfach super. Sowohl die Möglichkeit an der Vorbereitung der Frühjahrssaison teilzunehmen, als auch die lehrreichen Trainingseinheiten und die exzellenten Bedingungen, inklusive schönem Hotel und einwandfreien Platzverhältnissen, hinterlassen bei dem Trio ausschließlich schöne Erinnerungen. Die Einsätze in den Testspielen inklusive. Der Plan von Trainer Milanic, die komplette Mannschaft in den ersten Trainingsspielen zur Halbzeit zu wechseln, kam vor allem den jungen Spielern zugute: Rosenberger, der zu Beginn der Einheiten in der Türkei aufgrund von Fieber noch das Bett hüten musste, kam nur zu Kurzeinsätzen. Seine Kollegen Schnaderbeck und Gruber, der auch im letzten Testspiel gegen den SC Weiz in der zweiten Halbzeit auflief, konnten bei allen Trainingseinheiten dabei sein und am Platz bei Testspielen überzeugen. Zweiterer bringt es auf den Punkt: “Es war einfach ein schönes Erlebnis.

      Ein Erlebnis macht Lust auf mehr
      Ihre Ziele für die nächste Saison stecken sich die drei Kicker berechtigt hoch. “Wenn ich meine Chance bekomme werde ich bereit sein und mein Bestes geben“, erläutert Schnaderbeck die Devise für die erhofften Einsatzzeiten in der Bundesliga. Der Sprung in die ersten Mannschaft scheint für alle möglich und da kann man sich durchaus ambitionierte Ziele setzen: “Im Frühjahr oder zumindest im Herbst möchte ich den Sprung schaffen“, zeigt sich Gruber hoffnungsvoll. Geduldiger zeigt sich das Talent Rosenberger, der erst 17 Jahre alt ist: “Natürlich erhoffe ich mir was, aber es ist eine Frage der Zeit.“ Den Unterschied zur ersten Mannschaft beschreiben die beiden Älteren, auf das Training bezogen, als klein, aber trotzdem schwierig. “Der Kader oben ist ein extrem großer“, hat Gruber auch schon das Problem identifiziert. Trotzdem lassen sich die Amateurspieler nicht beeindrucken. Das Ziel ist und bleibt die Bundesliga. Ohne Umwege über andere Vereine. Vorläufig ist noch Geduld gefragt: Im ersten Spiel der Frühjahrssaison in der Südstadt war keiner der drei im Kader, ebenso nicht gegen Red Bull Salzburg am vergangenen Wochenende.

      Drei Gesichter – drei Geschichten
      Aber das Alter des Trios lässt noch etwas Geduld zu: Mit 21 Jahren ist Schnaderbeck der Älteste, kann aber mit der meisten Erfahrung aufwarten. Seit November ist er bei den Trainings der Profis dabei und war auch im Spiel gegen Innsbruck im Dezember schon im Kader. Auf seinen ersten Einsatz wartet er noch. Mit seiner Entwicklung ist der Cousin des ehemaligen Sturmspielers Sebastian Prödl zufrieden. “Es war für mich sehr wichtig ein Jahr verletzungsfrei zu sein.” Bei den Amateuren hat er die gesamte Herbstsaison durchgespielt und ist eine wichtige Stütze der Regionalliga-Mannschaft. Der klassische Sechser hat als nächstes Ziel den Sprung in die Startelf der Blackies zu schaffen. Gruber denkt da schon weiter: “Irgendwann ins Ausland, zu einem erfolgreichen Verein wäre mein Traum.” Das primäre Ziel lautet aber auch bei ihm Bundesligaerfahrung zu sammeln. Der 18-Jährige kam bei den Amateuren im Herbst auch zu mehreren Einsätzen und misst dem dritten Platz in der Regionalliga viel Wert zu. “Ich fühle mich im Moment gut.” Auch im Sturm – bei den Amateuren noch hauptsächlich im Mittelfeld spielend, kam ihm in der neuen Mannschaft auch eine neue Position zu. Begonnen hat seine Fußballerkarriere in Mürzzuschlag und mit seiner Entwicklung ist auch er zufrieden. Wie auch der erst 17-Jährige Rosenberger: “Es hat viele Höhen und Tiefen gegeben, aber wo ich jetzt in meinem Alter stehe ist glaub ich gut.” Die Teilnahme am Trainingslager bestätigt seine Aussage. Über seine Zukunft macht sich das Talent nicht unbedingt Gedanken: “Ich will meine Chance bei Sturm nutzen und wie es dann weitergeht wird man sehen.” Beim SV Eggersdorf seine Karriere begonnen, wird er bei Sturm als Über-Talent des 96er-Jahrgangs angepriesen. Auf der rechten Abwehr- und Mittelfeldposition wird er auch bei den Amateuren eingesetzt. Am Anfang der Herbstsaison meist nur eingewechselt, hat er sich sein Stammleiberl in der Regionalliga schon erkämpft.
      sturm12.at/2014/02/19/drei-talente-mit-zukunft/

      Talente mit Zukunft? Ja, aber nicht unter Milanic. Das kann man getrost kübeln. Da wird keiner mehr seine Minuten in dieser Saison mehr bekommen, obwohl es nach Ried wohl die beste Möglichkeit ist da einen kräftigen Schnitt zu machen.
    • Denke passt hier ganz gut hinein:
      Schmerböck verlängert bis 2017

      Wie der SK Sturm soeben bekannt gab, wurde der Vertrag von Marc-André Schmerböck bis 2017 verlängert. Der Verein entschied sich also gegen das Ziehen der Option, zumal der Stichtag bereits abgelaufen war, und band den jungen Flügelspieler gleich für drei weitere Jahre.

      Marc hat in dieser Saison bewiesen, dass er mit seiner Leistung Spiele entscheiden kann, darum kann und wird er ein wichtiger Spieler für uns werden. Nun gilt es für ihn, das in Zukunft zu bestätigen“, meint General Manager Gerhard Goldbrich über den 20-Jährigen. Bereits vor einigen Wochen, als bekannt wurde, dass Philipp Schobesberger nicht nach Graz kommen wird, streute Goldbrich Schmerböck Rosen und meinte: “Auf der Position habe ich meinen Mann.” Die Verlängerung war also nur eine Frage der Zeit.

      Schmerböck selbst, der wohl Sturms Aufsteiger der Saison ist, meint: „Es ist der richtige Schritt für meine Entwicklung, weil mir der Verein einfach das Gefühl gibt, auf mich zu bauen. Ich spiele schon sehr Lange für die Schwarz-Weißen, die schon immer mein Herzensverein waren.“ In der Aussendung des Vereins spricht Schmerböck auch über ein anderes wichtiges Thema, und zwar den ÖFB-Cup: „Mit dem SKN St. Pölten haben wir eine schwere Aufgabe im ÖFB Samsung Cup Halbfinale zu lösen. Trotzdem möchte ich mit meinem Verein den Pokal gewinnen.

      Auch Trainer Darko Milanic ist erfreut über die Vertragsverlängerung mit dem jungen Flügelspieler: „Ich freue mich sehr, dass Marc auch weiterhin bei uns in der Mannschaft ist. Marc hat bereits in dieser Saison bewiesen welches Potential er hat. Er wird zu Einsatzzeit kommen, die er dann auch nutzen muss um den nächsten Schritt zu setzen. Solche Spieler sind die Zukunft von Sturm Graz.
      Quelle: sturm12.at
    • Das vermutlich auch. Wobei ja schon seit Jahren gepredigt wird, dass man auf den eigenen Nachwuchs setzen möchte.


      Vorgabe, die Personalkosten zu reduzieren
      ...

      "Diese Saison war das Jahr des Umbaus, jetzt wollen wir noch unbedingt im Cup etwas mitnehmen. Im nächsten Jahr wollen wir dann wieder um den Europacup spielen", sagte Goldbrich.

      Mit welcher Mannschaft dies gelingen soll, ist noch offen. Gleich 13 Verträge laufen im Sommer aus, darunter jene von Nikola Vujadinovic, Michael Madl, Benedikt Pliquett oder Andreas Hölzl. Goldbrich machte keine Angaben dazu, welche Kicker gehalten werden sollen, stellte aber klar, dass der Kader reduziert wird. "Es gibt die klare Vorgabe des Präsidiums, die Personalkosten zu reduzieren, und der kommen wir nach."

      "Unser größter Transfermarkt ist im eigenen Nachwuchs"

      Neue Spieler dürften im Sommer nicht verpflichtet werden. "Unser größter Transfermarkt ist im eigenen Nachwuchs. Wir werden einige Junge in die Profi-Mannschaft hochziehen", kündigte Goldbrich an. Die Fokussierung auf Eigenbau-Spieler soll auch wieder mehr Fans ins Stadion locken - zuletzt waren die Zuschauerzahlen deutlich rückläufig.

      "Aber grundsätzlich kann man die Fans nur mit Leistung zurückgewinnen", meinte der General Manager.

      Quelle und vollständiger Artikel: Laola1.at
    • "Aber grundsätzlich kann man die Fans nur mit Leistung zurückgewinnen", meinte der General Manager.
      Die beim Generalmanager und Management beginnen muss. Die Konstante des Rückgangs ist ja selten einfach ermittelt. Schmerböck finde ich gut, finde nur die Ausstiegsmodalitäten ab 2015 nicht so gut und hoffe inständig, dass er keinem Drazanschicksal erliegt.
      Legenden sterben nie
    • Tobi kam doch auf Wunsch von Hyballa oder? Halte weiterhin viel von ihm, denke nur nicht, dass er bei uns je wirklich glücklich wurde. Dieses ständige jonglieren im ZM ist das seine nicht. Anderer Verein, 1 Schritt zurück. dann wieder 2 nach vor vielleicht.
      Audiatur et altera pars
      #Still unforgotten
    • Mit den Verlängerungen von Florian Kainz, David Schloffer, Marc Schmerböck, David Schnaderbeck und Andreas Pfingstner haben wir die Mannschaft außerdem verjüngt", geht auch Goldbrich den erfrischenden jungen Weg.
      Quelle: sturm12.at

      Wie bitteschön kann man eine Mannschaft verjüngen, indem man mit Spielern, die schon bisher im Kader waren, verlängert? :schuettel: Einfach sensationell, unser Herr General...
    • icegue schrieb:

      Wie bitteschön kann man eine Mannschaft verjüngen, indem man mit Spielern, die schon bisher im Kader waren, verlängert? :schuettel: Einfach sensationell, unser Herr General...
      Das ist möglich indem das Durchschnittsalter der Abgänge 26,4 Jahre ist und das Durchschnittsalter der Neuzugänge 22 Jahre ist. Folge Kader jünger. Die derzeit einzigen Spieler über 30 sind Gratzei (33) und Todo (30).

      "Werte kann man nur durch Veränderung bewahren"
      Richard Löwenthal
    • Andi13 schrieb:

      icegue schrieb:

      Wie bitteschön kann man eine Mannschaft verjüngen, indem man mit Spielern, die schon bisher im Kader waren, verlängert? :schuettel: Einfach sensationell, unser Herr General...
      Das ist möglich indem das Durchschnittsalter der Abgänge 26,4 Jahre ist und das Durchschnittsalter der Neuzugänge 22 Jahre ist. Folge Kader jünger

      Die Kader-Verjüngung erfolgt dann aber nicht durch die Verlängerungen, sondern durch die Abgänge bzw die Neuzugänge.