Der Vorstand - Diskussion über dessen Arbeit

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    • Der Vorstand - Diskussion über dessen Arbeit

      @saschero

      Da trink ich einen für dich mit! ;) :cheers:

      Der aktuelle Artikel im Grazer ist hierzu recht lesenswert, auch wenn es sich lange abzeichnete, dass bei der SVG nicht viel übereinstimmt bzw. die Neusponsoren bisher völlig ausblieben. Deshalb finde ich es gut, dass ein Ausstieg versucht wird, woher man allerdings die 750.000€ nehmen will, weiß ich nicht wirklich. Jedoch müsste man alle 4 "Investoren" auszahlen, nicht nur die 3 Konzerne, sondern auch die "Privatrunde", damit die Vermarktung wieder 100%ig zum Verein gehen kann. So habs ich zumindest aus dem Artikel verstanden und auch Gü´s Kolumne dürfte in eine Richtung gehen!

      Und das Thema passt auch irgendwie hier her, weil es zu den Perspektiven "passt"! ;)

      Im nochmaligen lesen, nochmal ein :thumb: @steher.
      Legenden sterben nie
    • @BN
      danke sehr, aber ich denke alle Postings hier sind sehr sehr lesenswert.

      @Vermarktung

      Es fällt einen natürlich schon auf, dass seit dem erfolgreichen Zwangsausgleich keine neuen Sponsoren gefunden wurden. Am Anfang der Saison dachte ich mir wenigstens das alle Werbebanden verkauft wurden, doch selbst da gibt es noch sehr viele freien Flächen. Wieso schaffen es kleinere Vereine wie Ried, dass sogar am Dach Sponsoren montiert werden müssen?

      Ein Verein wie Sturm, der im Schnitt 11.000 Leute zu den Heimspielen ins Stadion bekommt, sollte doch zumindest ein Budget um die 10 Millionen € haben. Ich weiß schreiben tut sichs leicht, aber wieso schaffen es wiederum die kleinen Vereine ein Budget um die 6 Millionen aufzustellen, die von einem rundherum wie in Graz nur träumen können?

      Weiters wäre es wichtig, nächste Saison oder wie lange läuft der Vertrag mit Puntigamer noch, einen Hauptsponsor zu bekommen, der auch mal mehr als die paar Kröten die Puntigamer springen lässt zahlt.

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      Trotzdem will ich zu dieser Kritik auch sagen, dass ich überhaupt froh bin, Sturm in dieser Form überhaupt noch zu sehen. :sturm:

      @all

      Könnte irgendwer den Artikel online stellen, auch wenns ein bisschen eine Schreibarbeit ist?
      Eine Episode beschreibt den Jubilar recht gut. Als der Schreiber dieser Zeilen einmal ein Sturm-Training vorzeitig verlassen musste, klingelte eine Stunde später das Handy. "Ich hab gesehen, dass du bei unserem Training warst. Ich wollte dir nur sagen, dass sich danach noch ein Spieler verletzt hat." Korrekt ist Fodas zweiter Vorname...
      Burghard Enzinger über Franco Foda.
    • Naja mich wunderts warum von der Leitgebmillion nicht gesprochen wird. Da ja kein Trainingszentrum errichtet wurde und kein Spieler gekauft wurde kann man ja das Geld aufwenden um die erste Rate zu zahlen ;)
      Ansonsten finde ich die auskaufen Idee gut, aber sie muss einmal realisiert werden und wenn Prödl nicht 5 Mille bringt auf längere Sicht auch unrealistisch, da ich in naher Zukunft keinen weiteren Spieler sehe, der um ne Million geht (außer dem Stankovic dem Vastic für Arme ;) )
    • @BlackNemesis

      Ich hab das mit der Marketingsache sowieso noch nie richtig verstanden, weil es die neue Führung auch nie richtig erklärt hat/konnte. Hatte von Beginn an ein schlechtes Gefühl dabei, weil mir die Vorteile für Sturm nicht ersichtlich waren. Das bisher anscheinend noch kein nennenswerter Sponsor rangeschafft werden konnte ist ehrlichgesagt eher armselig. Es wird jetzt endlich mal Zeit aus der Retterschiene rauszukommen und sich dem schweren Geschäft Fussball zu widmen. Aber solange das Thema Foda oberste bzw. einzige Priorität geniesst wird es halt in wirklich wichtigen Dingen für den Verein kein weiterkommen geben.

      Jedoch müsste man alle 4 "Investoren" auszahlen, nicht nur die 3 Konzerne, sondern auch die "Privatrunde", damit die Vermarktung wieder 100%ig zum Verein gehen kann.


      Die privaten Gönner will man soweit ich das verstanden habe jetzt mal nicht auszahlen. Gewissen Leuten wird das denke ich auch eher recht sein um den Einfluss zu wahren.

      So habs ich zumindest aus dem Artikel verstanden und auch Gü´s Kolumne dürfte in eine Richtung gehen!


      Ich hab nicht ganz verstanden worauf er hinauswill. Die Führung hat auch wirtschaftlicher Sicht verständlicherweise sportlich abspecken müssen. Hab aber von eben jenen die das zu verantworten haben bisher nicht gehört, daß es sportlich nicht passen würde bzw. wie Gü andeutete schon vor dem Bullenmatch Spiele verlorengeredete wurden. Nur unser Jammerer, der schon seit Saisonbeginn von zu kleinem Kader spricht um bei eventuellen Misserfolgen die Schuld abzuschieben zu können hat das Bullenspiel quasi schon vorher abgehakt.

      Kann den Neukirchner Kolumnen bisher nicht wirklich viel sinnvolles abgewinnen. Klingt mir eher noch immer beleidigt auf Sturm.
    • Wenn es sich um Gönner handelt, werden diese keine Gegenleistungen einfordern (es handelt sich hierbei um eine reine Wortinterpretation) und daher müssen sie auch nicht ausbezahlt werden. Bei den drei anderen Partnern will man dies tun, weil Kosten entstehen weil der Verein (nur aus Bericht rausgelesen) nicht mehrwertssteurabzugberechtigt ist.
      Den Deal hab ich schon verstanden: Damit der Verein gerettet wird hat man einfach die Vermarktungsrechte hergegeben und dies ist halt auf längere Sicht ein ordentlicher Schaden, aber weitaus besser als der Totalschaden, der sonst angestanden wäre. Von dem her war der Deal durchaus legitim. Doch 2,25 Mille herzaubern wird nicht so einfach sein, außer die Einnahmen sind so hoch. Doch da wir nicht über ein Merchandising und vorallem der Beliebtheit eines deutschen Vereines verfügen halte ich das für "etwas unrealistisch"...

    • @all

      So hab jetzt mal ein neues Thema aufgemacht, damit wir einen Thread haben wo wir über die Arbeit des neuen Vorstandes quatschen können.

      @Suni

      Ich denke es ist etwas naiv zu glauben irgendein Gönner schenkt einem Verein was. Vielleicht trifft das auf Fedl zu, aber ansonsten....

      Den Deal hab ich schon verstanden: Damit der Verein gerettet wird hat man einfach die Vermarktungsrechte hergegeben und dies ist halt auf längere Sicht ein ordentlicher Schaden, aber weitaus besser als der Totalschaden, der sonst angestanden wäre. Von dem her war der Deal durchaus legitim.


      Dann hätte man aber gleich einen Kredit aufnehmen können, was sich natürlich nicht so schön angehört hätte. Vermutlich hat man sich aber auch erwartet, daß durch die Vermarktung sowohl die Gönner profitieren, als auch der Verein. Das sich das finanziell selbst wenn bisher was gegangen wäre nicht für alle rentieren kann dachte ich mir aber sofort, weil der Fussball in Österreich und vorallem in der Steiermark momentan kein gutes Image hat.
    • @Oli

      Das Fußball in der Steiermark derzeit kein gutes Image hat, würde ich jetzt nicht gerade behaupten. Gerade jetzt herrscht eine tolle Aufbruchsstimmung, viele wollen "ihren" Verein im Stadion sehen. Vor allem denke ich, dass es derzeit einfach "cool" ist Sturm zu unterstützen.

      Finanziell sieht das leider anders aus. Wie Rinner schon sagte, sind 80 % die in der Steiermark etwas zu sagen haben GAK Sympathisanten. Man braucht ja nur zu schauen wie dem GAK immer wieder viel Geld von der Stadt in den Arsch geschoben wurde. Vielleicht würde Sturm auch mal wieder mal was davon abbekommen, wenn die Roten die Wahl gewinnen.

      Als die Styria bei Sturm als Vermarkter eingestiegen ist, hab ich mir von Anfang an gedacht, dass die nicht wirklich jetzt Sponsor um Sponsor auftreiben wie vor Jahren bei den Roten. Aber warum sollten sie auch, wenn deren Vorstand Erzrot ist, die warten doch nur, dass der GAK wieder auf gesunden Beinen steht.

      Das einzige große Unternehmen was bei Sturm einsteigen könnte, wäre Magna Steyr. Wenn sie bei der Austria Wien nach dieser Saison vielleicht entgültig aufhören könnte das schon was werden. Solange sie den Verein nicht übernehmen wäre mir alles Recht, denn ob wir jetzt Magna Sturm oder Puntigamer Sturm heißen, ist ja wohl völlig egal.
      Eine Episode beschreibt den Jubilar recht gut. Als der Schreiber dieser Zeilen einmal ein Sturm-Training vorzeitig verlassen musste, klingelte eine Stunde später das Handy. "Ich hab gesehen, dass du bei unserem Training warst. Ich wollte dir nur sagen, dass sich danach noch ein Spieler verletzt hat." Korrekt ist Fodas zweiter Vorname...
      Burghard Enzinger über Franco Foda.
    • @Oli

      Wie gesagt ich hab nur das Wort Gönner interpretiert. Ob ich das selber glaube (wohl kaum) habe ich nicht gesagt...

      Es bleibt abzuwarten wie es weiter geht, aber ich bin verärgert, dass man einen Trainer um jeden Preis (und nur um den Preis gehts mir hier) behalten woll der gegen Altach (potentieller Abstiegskanditat No 2) als X Kanditaten erkürt und sich danach auch noch freut....
    • @Suni
      Es bleibt abzuwarten wie es weiter geht, aber ich bin verärgert, dass man einen Trainer um jeden Preis (und nur um den Preis gehts mir hier) behalten woll


      Sehe ich grundsätzlich auch so!

      der gegen Altach (potentieller Abstiegskanditat No 2) als X Kanditaten erkürt und sich danach auch noch freut

      :crazy2:
      Ahja da ist Foda sicher der einzige Trainer der Welt der auswärts bei Altach mit einem Punkt zufrieden ist..
      Aber lieber Suni du hast schon recht es ist ein Skandal das wir jetzt nicht auswärs alle Gegner abschiessen, was macht es schon das wir über 10 Spieler abgegeben haben, darunter die 3 besten und konstantesten Spieler der letzten Saison (Verlaat, Leitgeb,Ledwon)....
      Die Geringschätzung der anderen Mannschaft bzw. Spieler dieser Liga, die durchaus kontinuerlich und gut arbeiten Mattersbrug, Ried) und auch gute Spieler in ihren Reihen haben (Kirchler, Gramann, Hutwelker, Schoppitsch) in diesem Forum finde ich schon verwunderlich..

      @Marketing AG
      Je eher man aus dieser Geschichte "rauskommt", desto besser. Natürlich ohne sich die "allmächtig" Styrian Median Ag zu Feinden zu machen, weil das kann böse ins Auge gehen. Schaut euch nur die jetzt so positive Berichterstattung über Sturm an...
      Warum das ganze damals beid er GV nicht besser erklären konnte, liegt wohl mMn eher da dran, das damals noch nicht alle Details geklärt waren..
    • @ slowhand

      bezüglich Gramann, Kirchler, Hutwelker und Schoppitsch ... des meinst aber net ernst oder? unser Kader ist auf jeden Fall besser als deren der Altacher!

      und es verlangt ja keiner, dass wir auswärts jeden wegschießen ... nur gegen Altach wird wohl mehr drinnen sein, als 60 Minuten das Spiel zu beherrschen und einen Stangenschuss zu haben ...
    • @all

      Bitte nicht die Themen vermischen. Zum Altachspiel gibt es eh einen eigenen Thread.

      @slowhand

      Schaut euch nur die jetzt so positive Berichterstattung über Sturm an...


      Zu positiv kann aber auch schädlich sein, wie man unter anderem in jüngster Vergangenheit schmerzlich spüren musste.

      Warum das ganze damals beid er GV nicht besser erklären konnte, liegt wohl mMn eher da dran, das damals noch nicht alle Details geklärt waren..


      mMn liegt es daran, daß es wie vieles besser dargestellt wurde als es umsetzbar ist.
    • @Slowhand

      Aber da muss man schon sagen, dass der Trainer Ledwon anscheinend nicht mehr benötigt hat...
      Und vom wegschießen hat ja keiner was gesagt, aber ein Sieg müsste mit dem Kader schon drinnen sein... Ried und M'burg sind doch ein wenig besser als Altach und das habe ich auch im Fodathread erwähnt.

    • Vor ca. einem Jahr wünschte ich mir in einer Gratis-Wochenzeitung öffentlich folgendes (von einer neuen STURM-Führung):
      WIRTSCHAFTLICHE TRANSPARENZ, ÖFFENTLICHE GLAUBWÜRDIGKEIT und ORGANISATORISCHE NACHHALTIGKEIT.

      Ein gutes Jahr später bin ich grundsätzlich sehr glücklich, dass es den SK STURM in der derzeitigen Form gibt, kann grundsätzlich mit den sportlichen Erfolgen leben, bin von der Entwicklung bzgl. Fanclubs, Stimmung und Motto-Umsetzung (Tradition und Emotion) überaus zufrieden und sehe doch viel mehr Positives als Negatives.....
      Trotzdem gilt es auch einiges zu hinterfragen:
      Bzgl. Transparenz bleiben doch viele Wünsche offen - von SMG über Sponsorensuche bis hin zu Trainingszentrum gibt es viele offene Fragen, die durchaus auch die große STURM-Familie interessieren würden.
      Etwas mehr Informationsfluß täte hier sehr gut - wenn möglich, sollte sich hier auch der von mir sehr geschätzte Herr JAUK mit seiner Eloquenz und Seriosität mehr und öfter öffentlich einbringen.

      Bzgl. öffentlicher Glaubwürdigkeit könnte man mMn. auch etwas "offensiver" agieren und eventuelle Ungereimtheiten oder Alleingänge durchaus ansprechen und letztlich zum WOHLE des SK STURM nach außen erst dann sprechen, wenn der gesamte Vorstand auf hoffentlich demokratische Weise, zu klugen und dem Verein dienenden Entscheidungen gelangt ist.

      Was die organisatorische Nachhaltigkeit betrifft, gäbe es auch Verbesserungsmöglichkeiten - von "klüger" organisierten Busfahrten der erweiterten Art bis hin zu besser funktionierenden Kommunikationsabläufen (Fanshops, Kartenverkauf usw.)...

      Oft genügt schon ein wenig mehr Kommunikation .....intern und nach außen...

      Mit SW Grüßen!
      CRUIJFF/ KENNEDY/ MICOUD

      LÜGEN HEISST AUCH: MEHR ZU BEHAUPTEN ALS DAS, WAS TATSÄCHLICH IST. HANS MEYER
    • @RK

      :thumb:

      Grundsätzlich kann man als leitgeprüfter Sturmfan recht zufrieden mit den vergangenen 12 Monaten und der Arbeit von Vorstands(teilen) zufrieden sein.

      Schlagwörter wie Transparenz, Vermarktung, Mitgliederinformationen, SVG (von der man sich hoffentlich baldigst VOLLSTÄNDIG trennen kann, alleine schon den dortigen Angestellten wegen, eine Sponsoreneinnahmensumme von vor 12 Monaten versus der von jetzt wäre interessant aber zu "transparent"), Kumberg # Gruabn oder Verlassen der "alten Schiene" sind teilweise noch "verbesserungswürdig".

      ABER ich habe nachwievor größt-mögliches Vertrauen in Finanzvorstand und Sturm-MASTERBRAIN MBA Christian JAUK (und SEIN Team), dass auch noch nicht so funktionierende Teilbereiche mit Genügend Zeit und den geeignetsten Ressourcen bewerkstelligt bzw. optimiert werden, damit man immer näher an das Gerüst eines Topklubs kommt!

      Deshalb - Sturm ist wie ein Gammastrahl - er kam 1909 und lebt ewig!
      Legenden sterben nie
    • Im neuen Sturm-Echo gibt’s ein recht interessantes Interview von Dr. Troger mit Finanzvorstand Christian Jauk, in welchem letzterer vor dem Vergessenwerden der damaligen Rettungsaktion durch sein Team warnt – ich kann dem nur beipflichten. Wären Christian Jauk und sein Team damals nicht gewesen, so hätten wir jetzt schon hinter uns, was dem GAK in nächster Zeit noch bevorsteht...

      Arbeit und Einsatz von Christian Jauk kann man nicht oft genug würdigen, Gleiches gilt für Erich Fuchs.
      Wer im (übrigen) Vorstand nun allerdings was genau abdeckt, ist zumindest bis zu mir noch nicht ganz durchgedrungen – und ich stehe Meldungen von bzw. über Sturm doch recht aufmerksam gegenüber.
      Die Arbeit des neuen Vorstands als Ganzes ist also (noch immer) recht schwer zu beurteilen...
      Sturm-Ikone Mario Haas, von 'Premiere' am 14. April 2007 nach der Wahrscheinlichkeit einer Fusion von Sturm und GAK gefragt: »Des wird’s in 100 Joahr net geben! — Dann tät i aufhean zum Fuaßball spielen!«

    • Dazu passend auch der heutige Artikel im STANDARD - "Mitten im Aufbruch" von Johann Skocek - der den neuen Weg von STURM GRAZ als "Ausbildungsverein" zum Thema macht!

      PS: Zum Schmunzeln und Nachdenken der Hannes (Reinmayr)-Sager über das heute so beliebte 4-4-2:
      " Das hätte ich läuferisch nicht derblasen; heute müssen die Kreativspieler nach hinten viel arbeiten." ;)
      CRUIJFF/ KENNEDY/ MICOUD

      LÜGEN HEISST AUCH: MEHR ZU BEHAUPTEN ALS DAS, WAS TATSÄCHLICH IST. HANS MEYER
    • @RAY KENNEDY

      Wenigstens ist er ehlich, unser Hannes! ;)

      Hier dein angesprochener Artikel vom interessanten Sportreporter mit HH ;)!

      Mitten im Aufbruch

      Sturm Graz hat die Zeit der großen Einkäufe beendet und stilisiert sich jetzt zum Ausbildungszentrum. Weil es ökonomisch betrachtet keine Alternative gibt.

      Graz - 17 Steirer haben sie im Profikader, davon sind zwei nicht aus dem eigenen Nachwuchs. Der SK Sturm hat seit dem Konkurs und dem Ende von Hannes Kartnigs Präsidentschaft nachhaltig Abschied genommen von der mit vielen bunten Euro-Scheinen gefütterten Transferpolitik und Großmannssucht. Sebstian Prödl, Jürgen Säumel, Klaus Salmutter, Christoph Leitgeb (inzwischen für zwei Millionen € an RB Salzburg verkauft) sind nur die prominentesten Namen aus Sturms Nachwuchs, sie arbeiten inzwischen nicht nur in der Bundesliga, sondern auch bereits im Nationalteam.

      Plattform

      Der SK Sturm verwendet rund ein Zehntel seines Budgets, also 600.000 €, für die Ausbildung weiterer Talente und ist laut Christian Jauk, dem strategischen Kopf hinter der Neustrukturierung, entschlossen, eine "Karriereplattform" zu werden. Der Klub versteht sich also dezidiert nicht als Endstation von Jungkickerkarrieren, Sturm will vielmehr sein Budget und seinen Kader mit der Entwicklung und dem Verkauf von Fachkräften bestreiten. Das bedeutet nicht nur zielgerichtete Arbeit, sondern auch ein realistisches Selbstverständnis: Sturm kann und will nicht Prödls oder Leitgebs Zweck, sondern bloß das Mittel ihrer Karriere sein.

      Wer sich in den Nachwuchsmannschaften des Klubs umschaut, wird unverhältnismäßig viele körperlich noch klein geratene Burschen sehen, die auf den ersten Blick in Altersklassen spielen, die ihnen "zu groß" erscheinen. Die U19 beispielsweise hat einen Altersschnitt von 17 Jahren. Die Amateure, betreut vom ehemaligen Super-Kicker Hannes Reinmayr, wirken in der Regionalliga mit.

      "Ökonomisch gibt es keine Alternative zur Ausbildung der eigenen Spieler", sagt Jauk. Er muss es wissen, er hat Sturm aus dem Konkurs in ein zweites Leben geführt, und er kann als Chef des Investmentinstituts "capital bank" rechnen. Die Entwicklung des Einzelnen ist primär, sagt Jauk, eine Leitlinie, die der ÖFB-Nachwuchsbetrieb auch postuliere, aber nicht wirklich verfolge. Dieses Urteil lässt sich unter anderem mit den zunehmenden Erfolgen von Nachwuchsteams aber dem Mangel an herausragenden Nachwuchsspielern argumentieren. Der Mangel an Kreativen fällt dabei als besonders krass ins Auge.

      Jauk beurteilt die Challenge 2008 "wie alles, was dem Nachwuchs dient", als gut und schön. Wie manche Kritiker des ÖFB-Programms aber mahnt auch er eine strengere Kontrolle der Mittelverwendung ein. Vor allem die Akademien, in denen die besten Nachwuchskicker den letzten Schliff erhalten, bräuchten mehr Geld, wenn es nicht anders geht zulasten der in die Breite arbeitenden Landesausbildungszentren.

      Jauck: "Beim SK Sturm hat es in den vergangenen 15 Jahren auch kein Controlling gegeben. Jetzt haben wir uns festgelegt, dass pro Jahr ein bis zwei Spieler aus dem System in die Kampfmannschaft aufsteigen müssen."

      Cheftrainer Franco Foda, dessen Bub ebenfalls beim Klub lernt, hat das System akzeptiert und setzt die Jungkicker möglichst früh der Bundesliga-Realität aus. Das Vorhaben könne freilich nur gelingen, so Jauk, wenn im Nachwuchs und speziell in den Akademien die Dominanz der Spielergebnisse gebrochen werde. Jauk: "Wir müssen den Spielwitz fördern, nicht das sture Spiel auf Ergebnis. Reinmayr vermittelt genau das."

      Sichtung

      Jedes Jahr veranstaltet der SK Sturm ein Sichtungstraining, bei dem von rund 100 Bewerbern 15 bis 20 in den Kader der U15 aufgenommen werden. Auch Jauk beklagt den Mangel an Kreativen, immerhin werde seit einigen Jahren das 4-4-2 in allen Altersstufen als durchgängiges Spielsystem ausgebildet. Reinmayr unterrichtet das auch in der Amateurmannschaft (Schnitt: 18,8 Jahre), aber nicht stur. Und er sagt selbst, dass er nie ein 4-4-2 hätte spielen können. "Das hätte ich läuferisch nicht derblasen, heute müssen die Kreativspieler nach hinten viel arbeiten." Daher weichen sie nach links oder rechts an die Linien aus. Reinmayr achtet darauf, "dass kein Ball weggeschossen wird, wir bauen das Spiel wieder auf".

      Sorgen machen ihm die ÖFB-Bestimmungen, denen zufolge ein Jugendlicher, der einmal in der Kampfmannschaft mitwirkt, drei Wochen lang nicht mehr bei den Amateuren eingesetzt werden darf. Reinmayr: "Das ist keine Nachwuchsförderung, das ist Unsinn."

      (Johann Skocek; ; DER STANDARD Printausgabe 30. Oktober 2007)


      @Gernot

      Sehr richtig, aber solange manche bei der Wahl des neuen "Sturm Hansis" mitmachen können passt ja alles - Transparent genug!

      Bzgl. Vergessenwerden: Schon richtig - wird auch nie vergessen werden - aber Lorbeeren verblühen auch einmal wenn die "Arbeit" net passt! Ist halt so! ;)

      PS: Skoczek hätte die "Zeitlupe" aber nochmal verwenden können, um das -c- bei Jau-c-k zu eliminieren! :D
      Legenden sterben nie
    • Original von RAY KENNEDY

      Dazu passend auch der heutige Artikel im STANDARD - "Mitten im Aufbruch" von Johann Skocek - der den neuen Weg von STURM GRAZ als "Ausbildungsverein" zum Thema macht!

      PS: Zum Schmunzeln und Nachdenken der Hannes (Reinmayr)-Sager über das heute so beliebte 4-4-2:
      " Das hätte ich läuferisch nicht derblasen; heute müssen die Kreativspieler nach hinten viel arbeiten." ;)
      In gewisser Weise hat er ja recht *g*. Der Läufer ist er glaube ich nie gewesen was ich so in Erinnerung habe.

      Sonst würde ich die Perspektiven sehr gut finden. Auch ein Ausbildungsverein kann mit guter Arbeit in den vorderen Bereichen mitspielen und auch um Europacupplätze kämpfen (was ja dann positiv für die jungen Spieler ist).

      Als bestes Beispiel kann man da wohl Ajax nennen.