Regelkunde

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    • Hab mir gedacht aus gegebenen Anlaß mach ich hier mal einen Thread rein wo es um die Regeln im Fussball geht. Hier kann man dann auch über diverse kritische Entscheidungen, Fehlentscheidungen usw.. diskutieren.

      Im Spiel Tirol gegen Kärnten gab es ja eine sehr komische Elfmeterentscheidung die lt. Regeln korrekt war. Früher war der Beginn des Fouls entscheidend und jetzt erst wenn der Spieler quasi fällt. Erstens wie Foda angesprochen hat bei Talk & Tore gab es dann in letzter Zeit zig Fehlentscheidungen, weil sehrwohl bei Foulbeginn schon abgepfiffen wurde (die neue Regelung gilt seit 3 Jahren) und zweitens frage ich mich welche "Experten" sowas wieder beschlossen haben. Vorallem da es sich ja jetzt rumsprechen wird (Foda, Schinkels usw... wussten davon gar nichts - fehlende Informationspolitik) können schlaue Stürmer hier perfekt Elfmeter provozieren.

      Dasselbe mit dem zu frühen Hineinlaufen unbeteiligter bei einem Elfmeter. Läuft ein Spieler der Mannschaft die den Elfmeter schiesst zu früh rein gibt es indirekten Freistoß für die andere Mannschaft. Soweit ich mich erinnern kann gab es so eine Entscheidung noch nie. Hatte den Eindruck egal von welcher Mannschaft wer zu früh reinläuft, der Elfmeter wurde immer wiederholt. Lustig auch, daß alle bei Talk & Tore den Schiri verteidigten wo man in der Wiederholung genau sah wie der Schiri sogar in Richtung des Tirol-Spielers schaute. Der muss gesehen haben, daß der zu früh reinlief.

      Verstehe weder die mangelnde Informationspolitik an die Vereine, noch das sich ständig was an den Regeln ändern muss.

      Mir ist bewusst, daß zumindest diverse Regeln ja nicht nur für die Bundesliga gelten, aber da wir eher über die österreichischen Ligen diskutieren passt es hierher besser als ins Topic International.
    • sehr gute idee dieser thread ... vorallem weil unsere schiedsrichter in österreich nicht immer voll auf der höhe sind (z.b. gestern beim Spiel unsrer Elf gegen die Dosen) und es deshalb sicher viel material zum diskutieren geben wird :D

      @ Oli

      die Foulregel, dass man erst dann pfeift wenn der Spieler fällt ist mir völlig neu ... frage mich allerdings auch wer sich das einfallen hat lassen, völlig idiotisch mMn!

      und auch ich habe noch nie einen indirekten Freistoß gesehen, wenn ein Spieler der eigenen Mannschaft zu früh in den Strafraum lief wenn ein Elfmeter gschossen wurde.
    • Original von HaseDavid
      Also Hochsaison für Weitspringer, die gekonnt 20 Meter vor dem Tor gerade noch im fremden 16er aufsetzen.
      Geh bitte.. ein professioneller Weitspringer springt doch über 7 Meter..:D
      So einige Regeln sind mir komplett neu und mehr als unverständlich..

      Also es mag zwar sein das jede Liga ihre eigenen kleinen Regelunterschiede hat. Aber sollte man sie nicht an internationalen Standart anpassen?
      Wenn nicht, sollte man sie zumindest auch so durchführen und nicht irgendwie, @"liebe" Schiedsrichter
      Audiatur et altera pars
      #Still unforgotten
    • Also erstens gehts nicht darum in den Strafraum zu fallen sondern im Strafraum immer noch gehalten zu werden, und da macht die Regelung schon Sinn, denn sonst könnte sich ja im Strafraum ein Verteidiger regelrecht an einen durchbrechenden Stürmer anhängen und es würde trotzdem immer nur Freisstoss geben.

      Außerdem, im Normalfall, ein intelligenter Spieler, also das Gegenteil von Eder in der Szene, versucht nur kurz zu zupfen bzw. den Gegner nur zu stören, dann lässt sich dieser entweder sofort fallen, oder er kommt dann eben um die paar Sekunden zu spät (Spezialist für intelligente Fouls übrigens bei euch Muratovic, in 5 Spielen noch keine einzige Karte, wie war das bei Ledwon?)

      Und bzgl. Informationen an die Vereine, weiss es nicht, aber wahrscheinlich informiert die FIFA eh alle Verbände, nur vermute ich unsere Gremien, ÖFB und Bundesliga, werden damit dann genaus umgehen wie mit diversen gerichtlich beschlossenen Punkteabzügen.
      :D

      Aber im Ürigen sind diese Informationen jedermann zugänglich, so auch Trainer, Spieler, Funktionäre, Moderatoren und selbsternannter Experten, und sich mit den Regeln ihrer Arbeit auseinanderzusetzen, dafür werden sie schliesslich bezahlt.
    • @zippko

      denn sonst könnte sich ja im Strafraum ein Verteidiger regelrecht an einen durchbrechenden Stürmer anhängen und es würde trotzdem immer nur Freisstoss geben.


      Das versteh ich jetzt nicht. Wenn wer im Strafraum seinen Gegenspieler hält und der fliegt gab es schon immer Strafstoß und nicht Freistoß. Nur ich sehe es so wenn ein Spieler gehalten wird und trotzdem weiterläuft ist das wie ein Vorteil und wenn er dann hinfällt ist der Vorteil weg und es gibt Freistoß und zwar dort wo das Foul begonnen hat. So ist es ja auch am ganzen Spielfeld. Wieso sollte es dann in Strafraumnähe bzw. im Strafraum anders sein?

      Aber Hauptsache alles mögliche ändern - könnte ja sonst fad werden...
    • Nachdem die letzten Regeländerungen (siehe passives Abseits) immer eher zu Gunsten der Offensive ausgefallen waren, wird es in dem Fall wohl auch so gewesen sein, dass wie du sagst der Vorteil dann im Strafraum wegfällt oder nicht mehr so ausgelegt wird.

      Aber ich bin auch der Meinung es sollte nicht immer etwas geändert werden oder sich Leute einmischen die vom Fussball keine Ahnung haben, wie der FIFA Präsident zb.
    • Salut -

      ... na ja, die Regel ist schon sinnvoll (gerade weil ja auch im Zusammenhang mit der ebenfalls sehr sinnvollen Vorteilsregel zu sehen): demzufolge muss das Spiel erst dann unterbrochen und ein Foul geahndet werden, wenn eine Spielfortführung zugunsten des Angreifers (bzw. der angreifenden Mannschaft) nicht mehr möglich ist. Und daher sollte das Foul (Halten ist ja ohnehin ein Spezialfall, weil die Aktion ja nicht zwangsläufig sofort unterbrochen wird) dort geahndet werden, wo der Vorteil eben nicht mehr gegeben ist.
      Das einfachste Rezept: einfach kein Foul begehen!
      Im übrigen stimme ich zippko zu, wonach die Profis (ob Spieler oder Trainer) sich dieser Änderung ohnehin klar sein und sich entsprechend verhalten müssen.

      Liebe Grüße, Gretsch

    • @gretsch

      Wurde der Freistoß wenn zuerst Vorteil gegeben wurde immer dort gegeben wo das Foul begonnen hat? Bin mir jetzt nicht ganz sicher - glaub aber auch. Dann wäre es halbwegs nachvollziehbar.

      Nur wieso wir gestern bei der Aktion am Schluss gegen Rabihou wo es nachher Gelb-Rot gab keinen Elfmeter bekommen haben frage ich mich dann schon.

      Übrigens der Schiedsrichter gestern bei unserem Spiel war sowas von kleinlich. Alles abgepfiffen und sofort immer Gelb und dann nicht einmal diese Linie beibehalten, weil ansonsten hätte es für Altach nicht nur einmal Gelb-Rot geben dürfen.
    • Salut -

      ... das hing (und hängt) von der Situation ab. Wie gesagt - Halten ist ja ein Spezialfall, da das Foul ja nicht zwangsläufig dazu führt, dass das Spiel unterbrochen werden muss. Da wird dann eben erst abgepfiffen, wenn der gehaltene Spieler die Aktion nicht mehr weiterführen kann (oder will). Und folgerichtig dort, wo dieses eintritt.
      Das Foul von Chinchilla ist ein gutes Beispiel: zuerst gehalten, dann vor der Strafraumgrenze losgelassen und Rabihou kann die Aktion fortführen - also eigentlich Vorteil. Elfmeter habe ich ehrlich gesagt keinen gesehen (allerdings dürfte man dann den Freistoß auch nicht geben, denn das Duell gegen Michl hat Rabihou "legal" verloren), und die gelb-rote Karte war dann wegen Reklamierens.
      Ich habe das Spiel leider nicht gesehen (vom Nervlichen her: Gott sei Dank ;-), deswegen kann ich zum Schiedsrichter nicht viel sagen. Im Großen und Ganzen allerdings finde ich die Leistung(en) der Schiedsrichter gut; die paar Fehlentscheidungen werden in Relation zu den vielen richtigen im allgemeinen ja übertrieben dargestellt - oft auch durch den Filter der Parteilichkeit.

      Liebe Grüße, Gretsch
    • Aus gegebenen Anlass muss ich diesen Thread wiedermal hervorkehren.

      Suche den Grund für Niederlagen ja nur selten beim Schiedsrichter (nur wenn man selbst alles Mögliche getan hat) und sehe auch gegen den LASK die Schuld eher bei uns als beim Schiedsrichterteam.

      Wenn man aber liest wie Schörgenhofer seine Entscheidungen argumentiert geht mir die Hutschnur hoch. Beim Foul an Kienzl war er sich nicht sicher (weil vielleicht viel zu weit weg wie in Österreich leider üblich?) und weil Kienzl so dreist war (ich würd sagen fair) sich nicht 100 Mal zu überschlagen und 5 Minuten liegen zu bleiben, sondern gleich wieder aufstand wurde er gleich dafür bestraft. Viel schlimmer aber noch der Linienrichter, der nur ein paar Meter entfernt war und die Situation eindeutiger sehen hätte müssen als der Schiedsrichter. Aber bis auf Abseits anzeigen und manchmal falschen Einwurf tun die sowieso nichts.

      Bei der Situation mit Peric war der Linienrichter auch nicht im Bilde indem er bei nicht einmal gleicher Höhe Abseits wachelte und der Schiedsrichter war somit überfordert, weil er nicht nur wie einmal zuvor die Entscheidung des Linienrichters overrullen hätte müssen, sondern auch entscheiden hätte müssen Foul oder nicht.

      Jetzt wieder wie in der Zeitung stand den Videobeweis ins Spiel zu bringen ist mMn der falsche Weg (bin voll gegen Videobeweis), weil der Fussball lebt auch von so Diskussionen wegen Fehlentscheidungen, nur sollten diese Fehler versucht werden zu minimieren. Vorallem die Situation mit Kienzl hätte der Linienrichter sehen und anzeigen müssen, aber entweder fehlt es denen in Österreich an Kompetenz oder sie wollen solche Entscheidungen einfach nicht treffen.

      Es ist zwar schön, daß Schiriboss Kapl wiedermal von "hatte nen schlechten Tag" spricht, aber mir wäre lieber, wenn wie früher üblich solch Unleistungen mit einer Nachdenkpause, die für Weiterbildung genutzt werden könnte belohnt werden würden.
    • ....und auch das Einsteigen von Taylor am Wochenende gibt fast Anlass, dass man Spieler in Zukunft vielleicht ins Exil schicken sollte! :D

      Der Videobeweis - ein alter Hut - sicher oft nicht verkehrt, nicht zuletzt auch wegen dem Sonntagskracher Altach - Rapid (mein linkes Bein schläft noch immer), wo unser heutige Schiri Brugger, dank Liri, ordentlich daneben lag.

      Die Idee, bei sehr strittigen (wer entscheidet?) Entscheidungen den Videobeweis vor Ort anzusehen, denke aber, dass es an der Einführung bzw. Durchführung scheitern würde...alleine die Nachspielzeiten in Ö - Stuchlik oder der Tiroler tun sich ja oft beim Ankick schon bomben schwer!

      Bin gespannt, was da noch kommt, jedoch ging es ja in der Vergangenheit auch (meist) ohne, wäre ein weiterer Schritt zum "modernen" Fussball...
      Legenden sterben nie
    • Original von BlackNemesis
      ...
      Die Idee, bei sehr strittigen (wer entscheidet?) Entscheidungen den Videobeweis vor Ort anzusehen, denke aber, dass es an der Einführung bzw. Durchführung scheitern würde...alleine die Nachspielzeiten in Ö - Stuchlik oder der Tiroler tun sich ja oft beim Ankick schon bomben schwer!

      Bin gespannt, was da noch kommt, jedoch ging es ja in der Vergangenheit auch (meist) ohne, wäre ein weiterer Schritt zum "modernen" Fussball...


      Du hast recht - Fehlentscheidungen gehören zum Fussball dazu, das war schon immer so. Sicherlich ärgert man sich im ersten Moment über so manche Fehlentscheidungen - ein paar Stunden bzw. Tage später sieht man die Sache schon viel entspannter.

      Ohne "Fehlentscheidungen" hätte so mancher Trainer keine Möglichkeit mehr, vom eigentlich grottenschlechten Spiel seiner Mannschaft abzulenken und gemeinsam mit Spielern und Fans gegen den vermeindlichen "Feind", sprich den Schiedsrichter, loszugehen ... ;)

      So mancher Verein behauptet oft über eine Saison lang stark benachteiligt worden zu sein - wie bereits zahlreiche sportwissenschaftliche Studien ergeben haben gleichen sich die Fehlentscheidungen im Laufe einer Saison aus, aber das hat hört niemand gerne, da einem dadurch so manche Ausrede genommen wird ...


      Fehlentscheidungen gibt es überall - siehe die Sprungrichter im Schispringen, dort muss man mehr als einmal die Nase rümpfen ...
      Tackle the modern "football". Ceterum censeo Carthaginem esse delendam ...
    • Wie ich selbst auch schon geschrieben habe - bitte alles nur keinen Videobeweis. Bezüglich LASK-Spiel ging es mir eigentlich viel mehr um die Aussage von Schörgenhofer. Wenn ein Spieler bei einem Foul gegen sich noch möglichst viele Purzelbäume schlagen und vorallem noch 3 Minuten liegen bleiben muss um den Freistoß oder Elfmeter zu bekommen stimmt was nicht. Genauso wie apeiron schon bezüglich des schweren Fouls an Eduardo die komische Verhältnismässigkeit der Fussballregeln erwähnte. Das Leiberl ausziehen oder sonstig emotionaler Jubel mit gelb bestraft wird damit kann ich mich bis heute nicht so richtig abfinden.

      Fehlentscheidungen ansich (Elfmeter, Abseits...) usw... soll es bitteschön, sofern sie nicht zu häufig und vorallem absichtlich auftreten weiterhin geben, weil der Fussball würde ein schönes Stück langweiliger werden, wenn es den Videobeweis gäbe. Noch dazu interessieren mich keine ständigen Unterbrechungen während der Spiele.
    • Original von Oli
      Wie ich selbst auch schon geschrieben habe - bitte alles nur keinen Videobeweis. Bezüglich LASK-Spiel ging es mir eigentlich viel mehr um die Aussage von Schörgenhofer.


      Das habe ich auch so herausgehört - Schörgenhofers Aussage war ja wirklich eine Frechheit. Leider sind die meisten Schiedsrichter an Arroganz und Selbstbeweihräucherung nicht zu übertreffen und leiden an akutem Realitätsverlust.

      Fehler passieren überall - nur solange sie nicht eingestanden werden, kann die Fehlerquote auch nicht verringert werden ...

      Man sollte wieder einmal die bereits in der Vergangenheit oft ins Spiel gebrachten Profi-Schiedsrichter in Erwägung ziehen. Solange die Schiedsrichter keine richtigen Profis sind, kann man sie sich auch nicht richtig zur Brust nehmen ...
      Tackle the modern "football". Ceterum censeo Carthaginem esse delendam ...
    • Das ist eigentlich das wirklich entscheidende Thema an der ganzen medialen Krise, die seit Jahren keiner sehen will.

      Fehlentscheidung wird es immer geben - man erinnere sich nur an Helmers "Fasttor" von 1994, wo der Ball an der Außenstange vorbeiging, aber auf Tor entschieden wurde.

      Ich habs schon oft geschrieben, auch die Schiedsrichter haben ihren Anteil, dass der Fußball in Ö im Vergleich nicht zählbar ist, weil jeder "Hüpfer" gepfiffen wird und jedes männliche Verhalten mit Gelb bestraft wird. Nach Günther B. kam halt nix nach - hier muss man den Hebel ansetzen. Nur am Beispiel vom Schiribeobachter, der Brugger bei Altach - Rapid beobachtet hat, ein Witz, dass nichts negatives im Bericht zu lesen war.

      Ich bleibe dabei, der "Videobeweis" wäre ein weiterer Schritt in den Weltmarkt "Fußball" - jedoch hätte es auch was positive - Prohaska wäre seinen Job los! :D
      Legenden sterben nie