Austria Salzburg neu gegründet

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    • Wenn es so rasant weitergeht könnte es in ein paar Jahren ein Salzburger Derby geben. Oder vielleicht sogar die richtige Austria die Lizenz des Bullenstalls erwerben, wenn Mateschitz keine Lust mehr auf sein Spielzeug hat ... ;)
      Tackle the modern "football". Ceterum censeo Carthaginem esse delendam ...
    • Herzlichen Glückwunsch an die Salzburger Austria! Gestern absolvierte man als bereits feststehender Meister das letzte Spiel gegen Grünau welches man 3-0 gewann. Jetzt steigt man in die Landesliga und verstärkt sich bereits in Richtung RL. Schön anzusehen, wie der Verein lebt und welche Emotionen hier stattfinden. Das ist Leidenschaft. Kein Vergleich mit der Konsumentenfeier von Red Bull...

      Hier einige Impressionen von gestern:

      youtube.com/watch?v=vsbIIX7Tp9U
      Prettenthaler in Krocha-Farben: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte...
    • Wunderbare Impressionen - Herzliche Gratulation an DIE Salzburger Austria!
      BTW: Auch VORWÄRTS STEYR hat es heuer endlich geschafft, in die vierthöchste Liga aufzusteigen und als Meister nächste Saison die OÖ-LL zu bereichern!
      Auch hier eine Herzliche Gratulation!
      Und die VIENNA unter Trainer Peter Stöger und Co. Hickersberger Junior hats endlich in die ADEG geschafft! BRAVO!
      Und nächstes Jahr folgen der WIENER SPORTKLUB und BLAU WEISS LINZ! ;)
      CRUIJFF/ KENNEDY/ MICOUD

      LÜGEN HEISST AUCH: MEHR ZU BEHAUPTEN ALS DAS, WAS TATSÄCHLICH IST. HANS MEYER
    • RAY KENNEDY schrieb:

      Und nächstes Jahr folgen der WIENER SPORTKLUB


      schön wärs, allein am finanziellen haperts, der Sportklub hat schon heuer nicht um die Lizenz angesucht, und auch nächstes Jahr wird es wohl nicht besser aussehen. Aber bei Rapid und der Austria (und jetzt auch noch der Vienna in Stufe 2) bleibt eben nicht mehr viel an Zusehern sowie Förder- und Sponsorengeldern über. Eigentlich ein Jammer.

      Aber um wieder zum Thema zurückzukehren: Gratulation an die Salzburger Austria (hoffentlich geht es sich diese Saison endlich einmal aus, dass ich sie mir ansehe ...)
      [
    • An den Zuschauern scheiterts beim Sportklub wohl weniger, auch wenn ich die Statistik nicht kenne, der Sportklubs hat wahrscheinlich den höchsten Schnitt in der RL Ost und wenn sie aufsteigen würden, wären sie wohl auch in der Red Zac vom Zuschauerschnitt her, sicher vorne dabei denn in Wien bleiben auch für Traditionsklub 3 und 4 noch genügend Zuseher über (kann ich einen jeden empfehlen, mal zum Spaß zu einer Auswärtspartie mit dem Sportklub mitzufahren, so viele Anhänger Auswärts habe die meisten Bundesligisten nicht...), wahrscheinlich würde dies auch für Förderungs- und Sponsorgelder gelten,

      aber der Sportklub ist halt mMn leider ein Paraderbeispiel was unfähige Funktionäre anrichten, denn im Gegensatz zu den Leuten die da am Werk waren, hat sogar HR eine Fußballkompetenz wie Franz Beckenbauer und eine Wirtschaftskompetenz wie Phelps, McFadden und Stiglitz zusammen... :thumb:
    • Austria gewinnt Salzburg-Derby gegen Juniors

      Salzburg - Austria Salzburg hat am Samstag den Schlager der Regionalliga-West gegen die Red Bull Juniors 2:1 gewonnen.

      Vor 1.800 Zuschauern im ausverkauften Stadion Maxglan gingen die Jung-Bullen bereits in der 2. Minute durch Martin Hinteregger in Führung, ausgerechnet Ex-Juniors-Spieler Marko Vujic sorgte mit einem Doppelpack (12., 20.) für die Wende im emotionsgeladenen Duell.

      Hohe Sicherheitsvorkehrungen

      Die Austragung des Spiels war aufgrund starken Regens auf der Kippe gestanden, zahlreiche Freiwillige halfen jedoch erfolgreich bei der Trockenlegung des Platzes mit.

      Fünf Jahre nach der Übernahme der "alten" Austria durch Red Bull kam es erstmals zu einem Aufeinandertreffen zwischen Teams des neu gegründeten SV Austria und von Red Bull.

      Bei hohen Sicherheitsvorkehrungen kam es abseits des Rasens vor und während des Spiels zu keinen unerfreulichen Vorkommnissen.
      Quelle: laola1.at

      Taugt mir. :thumb:
    • Bei hohen Sicherheitsvorkehrungen kam es abseits des Rasens vor und während des Spiels zu keinen unerfreulichen Vorkommnissen.

      Wie kann's denn auch zu solchen kommen? Die wenigen Fans der Juniors werden sich wohl gehütet haben dieses Spiel, trotz noch so hoher Sicherheitsvorkehrungen, zu besuchen.

      Salzburg ist violett!
      "Wenn ihr Unterhaltung wollt, geht in den Zirkus zu den Clowns!" Alan Durban, 1980 als Stoke(dem einzigen Rugby-Club der Liga)-Manager
    • Austria Salzburg und der alte Groll gegen Red Bull

      Nachdem Red Bull ihnen den Klub entrissen hatte, gründeten Fans Austria Salzburg neu. Nun spielt der Verein wieder Profifußball. Ein Telefonat mit dem Red-Bull-Eigner brachte Erstaunliches zutage.

      "Mateschitz", meldete sich der Mann am anderen Ende der Leitung. Und da bekam Walter Windischbauer von Austria Salzburg den scheuen Gründer von Red Bull endlich zu fassen. Es sollte das erste und einzige Mal sein. Mitte der Neunzigerjahre war das, das alte Austria Salzburg existierte noch und spielte erfolgreich im Europapokal.

      Windischbauer, damals der Marketingexperte des Traditions- und Arbeiterklubs, hatte eine Idee: sich von dem wachsenden Brausekonzern bei einem Event sponsoren lassen, aber nur ganz dezent. "Bungee-Jumper hätten den Spielball ins Stadion befördert", sagt er. Dietrich Mateschitz soll höflich geantwortet haben: "Bei uns gibt es eine Maxime. Fußball ist für uns ein No-Go."

      Später brach Mateschitz bekanntlich sein Credo. Er übernahm den Herzensverein Windischbauers und der Region. Red Bull hatte 2005 Austria in der Folge als FC Red Bull Salzburg neu konstituiert, den Trikots eine neue Farbe gegeben und die Geschichte des alteingesessenen Vereins gelöscht.

      Aufstieg nach zehn Jahren Amateurfußball

      Seit ein paar Tagen ist die Austria wieder zurück im Profifußball, als dritter fangetragener Klub überhaupt neben dem AFC Wimbledon und Blau-Weiß Linz. Ein neuer Verein mit alter Geschichte und alter Kolorierung.

      Enttäuschte Fans hatten den Klub ein paar Monate nach der Übernahme 2005 neu gegründet, ehrenamtlich aufgebaut, sich ein paar Spieler zusammengesucht und sind nach zehn Jahren im Amateurfußball Anfang Juni in die zweite österreichische Liga aufgestiegen. Erleichtert sei er darüber gewesen, erzählt Windischbauer. Ein Jahr zuvor hatte er noch bitterlich geweint, weil Austria den Aufstieg in der Relegation verspielt hatte.

      Dieses Mal, am Abend des Triumphes, sah sich Windischbauer dann nur noch inmitten "von Bierduschen und halbnackten Männern, die den Platz gestürmt hatten und mich abknutschten", berichtet der 57-Jährige. Dann ließ sich Windischbauer, der eigentlich als Anwalt arbeitet, eine Glatze rasieren – eine eingelöste Wettschuld. "Das war schon sehr heftig, aber ich habe mich pudelwohl gefühlt unter unseren Fans", sagt er, der jetzt zumindest noch einen Vollbart trägt.

      "Mit unseren Fans haben wir mehr Potenzial als Red Bull"

      "Heftig", das umschreibt die Fanbasis treffend. Bei jedem Heimspiel ist auf der gedrungenen Tribüne mit rund 2000 Plätzen die Hölle los, sie versinkt nahezu inmitten violetter Bengalo-Rauchschwaden. Am Tag des Aufstiegs war das "Stadtbild violett geprägt. Die Verkehrszeichen waren geschmückt, genauso die Kreisverkehre und Autobahnbrücken", sagt Windischbauer. Der Klub gehört schon jetzt wieder zu den geliebtesten Teams des Landes. In den sozialen Netzwerken ist es das fünftbeliebteste Team, als frischer Zweitligaaufsteiger.

      Nur einen Angestellten hat die Austria. Das ist ihr Trainer Jörn Andersen, der früher Mainz 05 und den KSC leitete und den sie um Weihnachten 2014 herum bei Kaffee und Kuchen dazu überreden konnten, die Austria zu übernehmen. Der ehemalige Ersatztorwart vom FC Bayern, Bernd Dreher, hilft ebenfalls im Verein. Den Rest schmeißen die Fans: Die Geschäfts- und Pressestelle, den Ticketverkauf, das Marketing. Aber es ist der Profi Andersen, der den Schlüsselsatz fallen lässt, als er das Leistungsvermögen des Projektes beschreibt: "Von den Fans her haben wir mehr Potenzial als Red Bull", sagte er neulich dem Magazin "Spiegel".

      Austria hat die Fußball-Romantik auf ihrer Seite, was irgendwann finanziell nützen wird. Anhänger des Klubs seien an einem "ehrlichen, erdigen Fußball-Produkt interessiert, sie wollen mitfiebern", sagt Windischbauer. Aber es ist immer noch ein "Produkt". "Wir überlegen jetzt, wie man aus diesem Potenzial schöpfen kann, für sportlichen Erfolg. Wir wollen unser Merchandising massiv ausweiten. In vierzehn Tagen werden wir unseren eigenen Fanshop eröffnen. Davon erwarten wir uns sehr viel", sagt Windischbauer.

      Unantastbar sind nur Vereinsfarben und der Name

      Red Bull, den bösen Gegenspieler, brauchen sie dafür allerdings irgendwie. Red Bull Salzburg verstärkt die Attraktivität der Austria für Fußball-Puristen: "Wir sind die Gallier des 21. Jahrhunderts. Ganz Fußball-Österreich scheint von Red Bull eingenommen, bis auf die Austria", sagt Windischbauer. Und der Bösewicht lässt sie dermaßen gut aussehen, dass man dem Fanprojekt vieles verzeihen wird, auch dessen Kommerzialisierung. Als der Name des Stadions verkauft wurde, gab es Diskussionen unter den Fans, erzählt Windischbauer.

      Ein bisschen orientiert sich der Klub ja an Fanvereinen im Ausland wie dem FC United of Manchester, eine Art Gegenentwurf zu Manchester United, bei dem nicht nur in das Team investiert werden muss, sondern auch gleichermaßen in Sozialprojekte. In Salzburg war indes allen klar, dass sie ihr Ziel, "in die erste Liga zurückzukehren", nicht ohne Kaufmannsgeschick erreichen. "Wir können wie jeder Fußballverein auf der Welt nicht ohne Geld auskommen. Wir brauchen Sponsoren, Förderer und Gönner. Nur dann ist der Weg nach oben möglich", sagt Windischbauer. Unantastbar seien nur Vereinsfarben und der Name.

      Zwei große Hürden gibt es derzeit für Austria Salzburg: die Zweite Liga zu halten. Außerdem müssen sie die Lizenz für ihre Spielstätte verteidigen, die der Verband erst nach Renovierungsarbeiten der Fans in zweiter Instanz erteilt hatte. "Wir brauchen eine neue Stadionlösung. Das ist mit Politik und Wirtschaft andiskutiert", sagt Windischbauer. Ausgebaut soll der Sportplatz werden, außerdem wollen die Salzburger bis zu acht neue Spieler verpflichten und den bisher ehrenamtlichen Sportdirektor fest anstellen.

      In Salzburg sind "Fußball und Red Bull nicht wirklich kompatibel"

      "Wir machen es Schritt für Schritt. Wir müssen finanziell stark genug werden, um uns in der Zweiten Liga zu behaupten und dann in sechs, sieben Jahren an die erste Liga denken zu können", sagt Windischbauer, der in der kommenden Saison mit einem Etat zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro arbeiten wird. Spieler sollen dabei mithelfen, die schon lange im Verein sind.

      Nicholas Mayer zum Beispiel, der mit Windischbauers Sohn noch in der Austria-Jugend kickte, sich dann bei Red Bull ausbilden ließ und 2008 wieder zurück zur "neuen" Austria kam. Integer genug ist ihnen der Mittelfeldspieler dennoch: "Jungendsünden sind dazu da, dass man sie macht. Das nehmen wir ihm nicht übel", sagt Windischbauer und lacht.

      Red Bull ist man also auf den Fersen. Und genug Groll ist noch vorhanden. "Als Red Bull 2005 zur Austria gekommen ist, habe ich das erst als riesige Erleichterung empfunden", sagt Windischbauer, weil der Klub damals finanziell angeschlagen war. "Ich wusste aber nicht, dass Red Bull unseren Klub und den Fußball vollkommen neu erfinden will."

      Er glaube nach wie vor, dass sich der Konzern mit dem Thema "Fußball" schwertut, "was die Akzeptanz in der Bevölkerung betrifft. Bei uns in Salzburg habe ich das Gefühl, dass Fußball und Red Bull nicht wirklich kompatibel sind". Fußball, ein No-Go? Hatte Mateschitz während seines einzigen Telefonats mit Windischbauer also sogar recht gehabt? "Er war damals schon ein Prophet", sagt Windischbauer.
      Quelle: welt.de

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