Rund um die Saison 2015/16 - Interviews, Berichte, aktuelle Themen usw...

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    • Deutliche und ehrliche Worte von Bene!

      Benedikt Pliquetts Abschiedsinterview
      "Bin an meine Grenzen des Ertragbaren gekommen"

      Im Interview mit SPORTNET erklärt Benedikt Pliquett, wieso er sich in Graz immer fremd fühlte, was aus seiner Sicht bei Sturm falsch läuft und was er trotzdem vermissen wird.

      Als SPORTNET durchklingelte, war Benedikt Pliquett mit seinem Kastenwagen gerade auf der Autobahn unterwegs. Das Ziel? Mallorca. Denn in Zukunft wird der Ex-Schwoaze das Tor von Atletico Baleares (Segunda Division B, dritte Liga) hüten. Nach St. Pauli und Sturm Graz der nächste Arbeiterverein also. Nur diesmal mit Meerblick. Im Interview mit SPORTNET erklärt Pliquett, warum er nicht nur wegen des Wetters nach Mallorca wechselt, was er außer Kernöl aus Graz mitnehmen wird und was er den Schwarz-Weißen ans Herz legt.

      SPORTNET: Bene, Du spielst in Zukunft für Atletico Baleares. Ich würde auch gerne auf Mallorca arbeiten. Wie seid Ihr zusammengekommen?

      Benedikt Pliquett: Mir war klar, dass die Frage so kommt. Aber ganz ehrlich: Über das tolle Wetter und die Lebensqualität brauchen wir uns gar nicht unterhalten. Aber für mich war der Wechsel vor allem sportlich interessant. Der Verein hat alles dafür getan, dass ich komme. Sie haben mir einen Plan vorgestellt, wie sie sich das in den nächsten zwei Jahren vorstellen. Da musste ich Ja sagen.

      Was hat Baleares für Ziele?

      Sie denken darüber nach, oben mitzuspielen. Aber ich weiß auch aus Erfahrung, dass das schwer planbar ist. Auf die Fahne sollte man sich das nicht schreiben. Mir war wichtig, dass ich zu einem Verein komme, der mich unbedingt will und bei dem ich auch spiele. Das ist in der heutigen Zeit viel wert.

      St. Pauli, Sturm Graz – Du hast immer für spannende Klubs gespielt. Was macht Deinen neuen Verein besonders?

      Es gibt zwei Vereine auf Mallorca. Wie schon bei St. Pauli bin ich jetzt beim Underdog, beim Arbeiterklub. Sie haben Fans, die ihren Verein bedingungslos unterstützen, auch wenn die Fankultur etwas anders ist. Ich freu' mich schon sehr drauf.

      Es gab Gerüchte, dass Du in irgendeiner Form zum FC St. Pauli zurückkehrst.

      Keine Ahnung wo das herkam. Natürlich ist Interesse da, wenn die Karriere einmal vorbei ist. Aber es kann immer viel passieren, ich mache mir da überhaupt keine Gedanken. Ich will noch ein paar Jahre Fußball spielen, einfach, weil ich es kann. Fürs Aufhören macht mir Fußball zu viel Spaß.

      Bene, Du warst nicht immer Stammspieler. Trotzdem hast Du in Graz Spuren hinterlassen. Wie wichtig ist das für Dich?

      Ich habe in Graz ja zu Beginn recht viel gespielt. Warum ich dann im zweiten Jahr nicht mehr aufgestellt wurde, weiß eh jeder. Mein Vater hat es schön formuliert: Auch wenn du nicht immer spielst - wenn du Spuren hinterlässt, ist das am Ende vielleicht sogar mehr wert. Ich lasse mich von niemandem verbiegen. Wenn ich den Leuten Freude bereiten kann, ist das für mich auch schön. Du hast mich ja kennengelernt – ich bin, wie ich bin.

      Lass mich einhaken: Ich bin mir nicht sicher, dass jeder weiß, wieso Du im zweiten Jahr nicht mehr gespielt hast.

      Wenn der alte Trainer dich für einen wichtigen Spieler hält und dann ein neuer Trainer kommt, der nicht mehr auf dich setzt, wird es schwer. Aber ich rege mich heute darüber nicht mehr auf, es ist wie es ist. Bei Atletico Baleares läuft alles sehr professionell, das ist etwas, das ich zuletzt ein Stück weit vermisst habe.

      Was kannst Du trotzdem aus Deiner Zeit in Graz mitnehmen?

      Kernöl. (lacht)

      Zwischenmenschlich, nicht materiell!

      Das ist jetzt nicht böse gemeint: Ich hätte nicht gedacht, dass man sich in einer Stadt, in der die selbe Sprache gesprochen wird, so fremd fühlen kann.

      SPORTNET: Bene, Du spielst in Zukunft für Atletico Baleares. Ich würde auch gerne auf Mallorca arbeiten. Wie seid Ihr zusammengekommen?

      Benedikt Pliquett: Mir war klar, dass die Frage so kommt. Aber ganz ehrlich: Über das tolle Wetter und die Lebensqualität brauchen wir uns gar nicht unterhalten. Aber für mich war der Wechsel vor allem sportlich interessant. Der Verein hat alles dafür getan, dass ich komme. Sie haben mir einen Plan vorgestellt, wie sie sich das in den nächsten zwei Jahren vorstellen. Da musste ich Ja sagen.

      Was hat Baleares für Ziele?

      Sie denken darüber nach, oben mitzuspielen. Aber ich weiß auch aus Erfahrung, dass das schwer planbar ist. Auf die Fahne sollte man sich das nicht schreiben. Mir war wichtig, dass ich zu einem Verein komme, der mich unbedingt will und bei dem ich auch spiele. Das ist in der heutigen Zeit viel wert.

      St. Pauli, Sturm Graz – Du hast immer für spannende Klubs gespielt. Was macht Deinen neuen Verein besonders?

      Es gibt zwei Vereine auf Mallorca. Wie schon bei St. Pauli bin ich jetzt beim Underdog, beim Arbeiterklub. Sie haben Fans, die ihren Verein bedingungslos unterstützen, auch wenn die Fankultur etwas anders ist. Ich freu' mich schon sehr drauf.

      Es gab Gerüchte, dass Du in irgendeiner Form zum FC St. Pauli zurückkehrst.

      Keine Ahnung wo das herkam. Natürlich ist Interesse da, wenn die Karriere einmal vorbei ist. Aber es kann immer viel passieren, ich mache mir da überhaupt keine Gedanken. Ich will noch ein paar Jahre Fußball spielen, einfach, weil ich es kann. Fürs Aufhören macht mir Fußball zu viel Spaß.

      Bene, Du warst nicht immer Stammspieler. Trotzdem hast Du in Graz Spuren hinterlassen. Wie wichtig ist das für Dich?

      Ich habe in Graz ja zu Beginn recht viel gespielt. Warum ich dann im zweiten Jahr nicht mehr aufgestellt wurde, weiß eh jeder. Mein Vater hat es schön formuliert: Auch wenn du nicht immer spielst - wenn du Spuren hinterlässt, ist das am Ende vielleicht sogar mehr wert. Ich lasse mich von niemandem verbiegen. Wenn ich den Leuten Freude bereiten kann, ist das für mich auch schön. Du hast mich ja kennengelernt – ich bin, wie ich bin.

      Lass mich einhaken: Ich bin mir nicht sicher, dass jeder weiß, wieso Du im zweiten Jahr nicht mehr gespielt hast.

      Wenn der alte Trainer dich für einen wichtigen Spieler hält und dann ein neuer Trainer kommt, der nicht mehr auf dich setzt, wird es schwer. Aber ich rege mich heute darüber nicht mehr auf, es ist wie es ist. Bei Atletico Baleares läuft alles sehr professionell, das ist etwas, das ich zuletzt ein Stück weit vermisst habe.

      Was kannst Du trotzdem aus Deiner Zeit in Graz mitnehmen?

      Kernöl. (lacht)

      Zwischenmenschlich, nicht materiell!

      Das ist jetzt nicht böse gemeint: Ich hätte nicht gedacht, dass man sich in einer Stadt, in der die selbe Sprache gesprochen wird, so fremd fühlen kann.

      Du hast Talent angesprochen. Wir haben einmal in Messendorf über Sturms Nachwuchs geplaudert und Du hast einige Talente aufgezählt, denen Du eine große Karriere zutraust. Bist Du noch immer von den Lovric' und Gantschnigs überzeugt?

      Sturm ist in einer tollen Position, da kommen fantastische Talente hoch. Wie auch zum Beispiel Tobias Schützenauer, dem ich versucht habe zu helfen. Oder auch Andi Gruber, der hat ein herausragendes Talent. Ich wünsche ihm, dass er irgendwann den nächsten Schritt machen kann. Er bringt viel Ehrgeiz mit. Sandi (Lovric, Anm.) natürlich auch. Er ist ein Ausnahmetalent und wird seinen Weg machen.

      Die Übergangsphase zwischen Darko Milanic und Franco Foda ist abgeschlossen. Wie siehst Du Sturms Entwicklung?

      Sturm hat sich weiterentwickelt, da kann man Franco Foda nichts vorwerfen. Er macht sicher gute Arbeit. Das hat man auch auf dem Platz gesehen. Als Trainer ist er gut, alles andere sei dahingestellt.

      Was sei dahingestellt?

      Die menschliche Komponente ist nicht vorhanden. Wie man mit mir umgegangen ist, das macht man einfach nicht. Da waren viele Dinge völlig absurd. Aber mir ist es zu doof, ich will nicht wirklich etwas dazu sagen. Sportlich top, menschlich...

      Das respektiere ich natürlich. Du hast vor einem Jahr zu mir gesagt: "Sturm steht sich leider in allen Belangen selbst im Weg." Steht sich Sturm immer noch selbst im Weg?

      Sturm hat so tolle Voraussetzungen. Aber leider ist man sich nicht im Klaren, woran man hier ist. Es wird so viel Potential überhaupt nicht ausgeschöpft. Wir können auch über Details reden: Ich kann bis heute nicht verstehen, wie man konsequent auf so schlechten Plätzen trainieren muss. Es sind so viele Dinge einfach unprofessionell. Atletico Baleares brauchte von Sturm ein Schreiben. Was ist dann passiert? Mein Wechsel hat sofort in einer Grazer Zeitung Erwähnung gefunden. Da weiß jeder, wo es herkommt. Für mich war auch der Unterschied zwischen Kazimierz Sidorczuk (bis Mitte 2014 Tormanntrainer, Anm.) und Martin Klug (nun Tormanntrainer) drastisch. Da bin ich wirklich an meine Grenzen des Ertragbaren gekommen. Alleine die unglaubliche Arbeit mit Kazimierz, die mich sehr weiterentwickelt hat. Sein Abschied war sehr schade.

      Was hat sich seit unserem Interview verbessert?

      Einige Dinge. Die Pressearbeit ist jetzt besser. Damals war die medizinische Betreuung wirklich abenteuerlich bis gar nicht vorhanden. Jetzt kann man daran nichts mehr nörgeln. Die Teamärztin Kristina Köppel-Klepp macht das jetzt wirklich großartig. Ich sag dir: Ich bin dankbar, dass ich hier spielen und die Fans kennenlernen durfte. Vor allem die Nordkurve. Mit dieser unglaublichen Leidenschaft werden sie den Verein immer tragen. Es war wunderschön, vor den Fans zu spielen. Aber ich muss leider zugeben, dass ich immer mit dem Gedanken gespielt habe, zu gehen. Mich haben einfach zu viele Themen belastet.

      Als Außenstehender finde ich: Schade, dass Deine Beziehung zu Sturm nicht so herzlich geendet hat, wie sie anfangs war.

      Das finde ich auch. Für das letzte Spiel gab es ganz andere Abmachungen. Aber wenn jemand sein Wort nicht hält, dann weiß man ja, woran man ist. Jetzt ist das aber Schnee von gestern.

      Bene, was würdest Du Sturm gerne abschließend ans Herz legen?

      Die Entwicklung, die sie im letzten Jahr genommen haben, ist sehr positiv! Da müssen sie weiter ansetzen und die sportliche Kompetenz von Franco Foda mitnehmen. Zudem sind viele Talente da. Mich würde es für die Jungs in der Mannschaft freuen, wenn sie den Erfolg haben, den sie sich erhoffen.
      sportnet.at/home/fussball/bund…_Bin-an-meine-Grenzen-des

      Das Foda nur mit seine Haberer kann, wurde hier wieder einmal deutlich festgehalten,....., traurig aber wahr und diese Darstellung bzw. Tatsachen sind eh allen bekannt.... Sturm macht nach außen hin auf hui, innerhalb ist anscheinend alles Pfui... :sad:
      Wer einen Rechtschreibfehler findet, kann ihn behalten! ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tom ()

    • Rund um die Saison 2015/16 - Interviews, Berichte, aktuelle Themen usw...

      Denke das Thema passt gut als Einstieg für die neue Saison.

      Es ist wirklich schade, dass man bei Sturm noch immer nicht das volle Potenzial nutzt, wobei man sagen muss es hat sich schon leicht gebessert in letzter Zeit. Trotzdem wartet da noch viel Arbeit bzw. hoffe ich man ist zu weiteren Schritten auch wirklich bereit bzw. erkennt auch das volle Potenzial.

      Das mit Kazek ist auch interessant...
    • "Sturm fördert die Jugend extrem"

      LAOLA1: Themenwechsel: Du bist seit ein paar Wochen bei Sturm Graz. Wie ist es zu diesem Wechsel gekommen?

      Horvath: Ich habe bei der Austria nicht mehr gespielt, was ich akzeptiert habe. Deshalb habe ich ein neues Ziel gebraucht. Mit Sturm habe ich einen tollen neuen Klub gefunden – ein Traditionsverein, bei dem junge Spieler spielen und ein super Trainer arbeitet. Es ist wichtig für mich, mich dort noch mehr zu entwickeln. Ich glaube, dass ich in Graz noch mehr lernen und mich steigern kann. Ich habe mich vom ersten Tag an extrem wohlgefühlt.

      LAOLA1: Die meisten haben damit gerechnet, dass es dich ins Ausland zieht. Warum hast du dich für einen Verbleib in Österreich entschieden?

      Horvath: Ich habe in dieser Saison bei der Austria nicht viel gespielt, habe praktisch nur bei den Amateuren Einsätze bekommen. Deshalb wollte ich nicht gleich in die deutsche Bundesliga wechseln, sondern bin der Meinung, dass es besser für mich ist, noch in Österreich zu bleiben. Sturm ist eine super Adresse. Ich will in Graz zu meinen Einsatzminuten kommen, dann schauen wir weiter.

      LAOLA1: Welche Rolle hat Trainer Franco Foda bei deiner Entscheidung gespielt? Er ist bekannt dafür, pro Saison zwei, drei jungen Spielern zum Durchbruch zu verhelfen.

      Horvath: Das hat natürlich eine Rolle gespielt. Ich wollte nicht wohin gehen, wo keine Jungen spielen. Sturm schaut sehr auf die Jugend, die gesamte Mannschaft ist sehr jung.

      LAOLA1: Auf welcher Position sieht dich der Trainer?

      Horvath: Im Zentrum – auf der Zehn oder der Acht – oder am linken Flügel. Wo ich spiele, ist mir aber egal, Hauptsache ich spiele. Mein Ziel in der ersten Saison ist es, mich in die Mannschaft zu spielen. Ich will nicht wieder nur zuschauen.

      LAOLA1: Was ist für den SK Sturm in dieser Saison drinnen? Foda hat am Ende der vergangenen Saison für die neue Spielzeit mit dem Meistertitel geliebäugelt.

      Horvath: Die Meisterschaft wird nicht wieder so einseitig sein, Salzburg wird auch Probleme haben. Wir wollen vorne mitspielen, das muss unser Ziel sein.

      LAOLA1: Du kommst von der Austria, wo es eineinhalb Jahre alles andere als nach Wunsch gelaufen ist, zu Sturm, wo doch ein wenig Euphorie herrscht. Wie erlebst du die Stimmung in Graz?

      Horvath: Es ist ja nicht so, dass wir bei der Austria nur mit hängenden Köpfen herumgelaufen sind, wir hatten beim Training auch unseren Spaß. Aber natürlich war es eine schwere Zeit. Die Stimmung ist schon anders, weil Sturm nicht so eine negative Phase wie die Austria erlebt hat.

      LAOLA1: Erschwert es deinen Start bei Sturm, dass du die Vorbereitung wegen der U19-EM unterbrechen musst?

      Horvath: Es stört mich nicht, immerhin ist die EM ein Ziel jedes jungen Spielers. Vielleicht schaut sich der Trainer ja auch das eine oder andere Spiel im Fernsehen an. Anschließend werde ich im Training alles geben und versuchen, auf mich aufmerksam zu machen.

      LAOLA1: War es letztendlich ein verlorenes Jahr bei der Austria?

      Horvath: Das finde ich gar nicht. Bei mir ist es davor immer bergauf gegangen, jetzt bin ich stehen geblieben. Okay, ich habe nicht gespielt, aber ich habe bei den Profis trainiert und mich körperlich weiterentwickelt. Ich habe im Kraftbereich mehr gemacht als früher. Ich habe mich mit der Situation abgefunden und für mich trainiert – immerhin geht es um meine Karriere. Ich habe in diesem Jahr gesehen, wie es im Fußball laufen kann – es geht nicht immer nur nach oben. Das war eine wichtige Lektion.

      LAOLA1: Angefangen hat das Problem ja schon im vergangenen Sommer, als die Austria mit dir verlängern wollte, um dich zu verleihen.

      Horvath: Das war im Gespräch, ja. Es hat einfach nicht sein sollen, dass ich spiele. Sicher war das schade, ich habe mich auch darüber geärgert. Aber das liegt hinter mir. Ich schaue nur nach vorne. Ich lasse die Austria hinter mir und konzentriere mich auf Sturm.

      LAOLA1: Ich muss trotzdem noch nachfragen. Die Austria hat immer wieder beteuert, dass sie deinen Vertrag verlängern will. Wie realistisch war es ab dem Winter, dass ihr doch noch eine Lösung findet?

      Horvath: Es hat Gespräche gegeben, darüber will ich aber nicht viel sagen. Ich bin ein junger Spieler. Und ein junger Spieler muss spielen – wenn er das nicht tut, ist das nicht gut. Also habe ich einen neuen Verein gesucht, bei dem die Jugend gefördert wird. Sturm tut das extrem. Sandi Lovric ist ein 1998er Jahrgang und hat schon seine Einsätze gekriegt – Wahnsinn!

      LAOLA1: Mit welchem Gefühl hast du die Austria letztendlich verlassen?

      Horvath: Ich war ein bisschen traurig. Ich habe der Austria ja viel zu verdanken. Ich wurde dort ausgebildet und durfte meine ersten Bundesliga-Spiele machen. Aber die Vorfreude auf Sturm war groß. Es ist ein neuer Schritt in meiner Karriere, ich kann mich neu beweisen.

      LAOLA1: Und du hast sicher wieder mehr Spaß als davor.

      Horvath: Ich hatte bei der Austria auch Spaß. Immerhin konnte ich mit meinen Freunden trainieren und spielen. Okay, ich habe bei den Amateuren gespielt. Aber vielleicht wird das bei Sturm auch so sein. Es ist ja nicht so, dass ich wechsle und sage: Jetzt spiele ich Bundesliga! Mir macht Fußball immer Spaß. Aber wenn man spielt, macht es eben noch mehr Spaß.
      Quelle: laola1.at

      Ich hoffe Horvath, Lovric und co. bekommen auch wirklich genug Einsatzzeit, um die Überschrift dieses Interviews auch zu bestätigen.
    • Schwer vermittelbar
      Wie private Zahlungen den Aufstieg Simon Piesingers ermöglichten

      Simon Piesinger durchlebte in Graz eine Metamorphose vom Nobody zum Leistungsträger. Es bedurfte an Vertrauen und finanzieller Unterstützung, dass der 23-Jährige heute so dasteht.

      Sturms Simon Piesinger (23) ist einer der größten Gewinner der abgelaufenen Bundesliga-Saison. Anfangs belächelt, zerschoss er förmlich die Unkenrufe mancher Kritiker. Dass seine Karriere aber nicht immer so vielversprechend verlief und er einige Felsbrocken aus dem Weg räumen musste, ist hingegen den Wenigsten bewusst. SPORTNET hat mit seinem Berater Max Hagmayr über seine plötzliche Leistungsexplosion, private Zahlungen bei Transfers und die Mentalität des Franco Foda gesprochen. Eine Spurensuche.

      Neun Tore erzielte Simon Piesinger für Sturm Graz in der abgelaufenen Saison - und war damit phasenweise Positionskollegen aus anderen Ligen weit voraus (hier die Story). Auch aus dem Mittelfeldzentrum der Grazer ist der baumlange Linzer nicht mehr wegzudenken, er absolvierte insgesamt 32 Saisonpartien. Mentor und Berater Max Hagmayr schreibt vor allem Sturm-Coach Franco Foda eine entscheidende Rolle im kometenhaften Aufstieg seines Schützlings zu: "Franco ist ein Trainer, der deutsche Maßstäbe ansetzt und sehr viel Wert auf körperliche Fitness legt und dementsprechend müssen sich die Spieler auch im Training beweisen und arbeiten. Das hat Simon sehr gut getan."

      Piesinger und die deutsche Mentalität

      Die eben angesprochenen deutschen Maßstäbe setzen sich laut Hagmayr aus "hundertprozentiger Trainingsleidenschaft, Disziplin und harter körperlicher Arbeit" zusammen. Vor allem im letzten Segment legte Piesinger in den vergangenen Monaten ein markantes Scheiberl drauf: "Er hat hart darum gekämpft, hat sich im körperlichen Bereich sehr stark verbessert, um diese deutsche Mentalität hineinzubekommen."

      Neben den physischen Vorzügen zeichnet Piesinger eine überragende Torquote für seine Position aus. "Ich hab ihm gesagt, irgendwann muss einmal der Knoten platzen und der ist eben jetzt geplatzt. Simon ist sehr torgefährlich. Vor allem bei Standardsituationen."

      "Ich habe bei allen Transfers mitgezahlt"

      Dass es für den gebürtigen Oberösterreicher aber nicht immer wie geschmiert lief und man einige Fantasie benötigte, um in ihm einen kommenden Leistungsträger einer Bundesliga-Mannschaft zu sehen, wird klar, wenn Hagmayr die Transfers erörtert: "Ich habe bei allen Transfers, die der Simon getätigt hat, etwas mitgezahlt. Damit der jeweilige Wechsel über die Bühne gehen kann. Sonst hätte das nie funktioniert." Es ist allerdings anzunehmen, dass Hagmayr dadurch an zukünftigen Wechsel finanziell zumindest beteiligt ist.

      Und dieser könnte früher eintreten als erwartet. Der Berater bestätigt: "Simon ist in den Fokus von vielen internationalen Vereinen gerückt, die ihn schon im Sommer transferieren wollten. Aber ich denke, momentan ist es noch zu früh." Man wolle weiterhin mit Franco Foda arbeiten, damit er aus Piesinger das letzte Quäntchen herauskitzle, das es benötige, um im Ausland erfolgreich zu sein. Einen Vergleich mit dem ähnlichen Spielertypen Paul Pogba lässt Hagmayr aber noch nicht durchgehen: "Pogba möchte ich nicht in den Mund nehmen. Aber wenn es andere sagen - dann von mir aus."
      Quelle: sport1.net

      :thumb:
      Wer einen Rechtschreibfehler findet, kann ihn behalten! ;)
    • Hier noch das Interview von Esser von letzter Woche:
      Esser: "Irgendwann lernt man zu warten"

      Dass "Problembär Bruno" einen Einfluss auf sein Leben haben würde, konnte Michael Esser nicht ahnen, als sich der Braunbär vor rund einem Jahrzehnt in den bayrischen Wäldern herumtrieb.

      In Bochum erkannte ein Mannschaftskollege eine gewisse Ähnlichkeit zwischen dem Raubtier und dem 1,98 Meter großen Torhüter. Der Spitzname "Bruno" ist ihm bis heute geblieben.

      Ansonsten hat sich der 27-jährige über die Jahre durchaus verändert. Dass es vor seinem Wechsel nach Bochum 2008 Zeiten gab, in denen er 118 Kilo wog, kann man aus heutiger Sicht kaum mehr glauben.

      Bei Sturm Graz ist der Deutsche nun der neue Konkurrent von Christian Gratzei. Im LAOLA1-Interview spricht Esser über seinen Weg als Spätstarter, sein Vorbild Oliver Kahn und seine "Österreich-Erfahrung" mit Michael Gregoritsch.

      LAOLA1: Du warst beim VfL Bochum auf einem guten Weg, hast dir den Status der Nummer eins erarbeitet. Trotzdem hast du dich entschlossen, den Verein zu verlassen und zu Sturm Graz zu wechseln. Was waren die Beweggründe?

      Michael Esser: Zum einen, dass man hier international spielen kann, zum anderen, dass ich hier noch sieben Jahren Bochum noch einmal etwas anderes sehe – andere Leute, ich lerne andere Trainingsmethoden kennen und kann mich vielleicht noch einmal weiterentwickeln.

      LAOLA1: Welches Image hatte Sturm für dich vor dem Wechsel? Oder fliegt die österreichische Bundesliga in Deutschland unter dem Radar?

      Esser: Nein. Man guckt mittlerweile auch Sky Austria, da kann man die Spiele gut mitverfolgen. Sturm ist ein Traditionsverein, der öfter international gespielt hat. Für mich ist das ein guter Klub.

      LAOLA1: Würdest du den Begriff Spätstarter durchgehen lassen, wenn man sich deine Vita anschaut?

      Esser: Ja, absolut. Ich bin erst mit 20 nach Bochum gekommen. Wenn man sieht, wie jung die Spieler mittlerweile schon hochkommen, dann bin ich auf jeden Fall ein Spätstarter.

      LAOLA1: Gibt es einen Grund für den Spätstart? In Normalfall werden Spieler heutzutage in Akademien ausgebildet und an den Profifußball herangeführt. Du bist vom Provinzverein SV Sodingen zu Bochum gestoßen. Das ist ein durchaus ungewöhnlicher Weg.

      Esser: Ich glaube einfach, dass sich jeder unterschiedlich entwickelt. Bei mir kam es halt später, dass es im Kopf Klick gemacht hat. So gesehen hatte ich natürlich auch Glück, dass ich es dann noch geschafft habe – keine Frage.

      LAOLA1: Hand aufs Herz: Hatte der 19-jährige Michael Esser den Profifußball noch im Hinterkopf?

      Esser: Ich habe nicht mehr damit gerechnet, dass ich es noch so hoch schaffe. Aber ich wollte schon immer gerne so hoch wie möglich spielen. Also bin ich natürlich froh, jetzt hier zu sein.

      LAOLA1: Du warst schon in der C-Jugend beim VfL Bochum – vermutlich mit dem Ziel, Fußball-Profi zu werden. Wo bist du als Jugendlicher in die falsche Richtung abgebogen?

      Esser: Gerade als Jugendlicher kommen viele Sachen dazu – die Pubertät, und und und. Aber irgendwann musst dann wieder der Sport im Mittelpunkt stehen.

      LAOLA1: Ein Jahr vor deinem Wechsel nach Bochum hat dich der SV Sodingen mit der Bedingung vom Bezirksligisten SV Obercastrop verpflichtet, dass du 20 Kilogramm abnimmst. Damals sollst du 118 Kilo gehabt haben. Stimmt das?

      Esser: Das hat mein Trainer damals gesagt. Er meinte: „Mit 118 Kilo spielst du bei mir nicht!“ Dann habe ich halt abgenommen. Seitdem geht es steil bergauf. Und man achtet inzwischen klarerweise auf die Ernährung.

      LAOLA1: Wer hat dir eigentlich den Spitznamen „Bruno“ verpasst?

      Esser: Das war Rouven Schröder bei den Amateuren des VfL Bochum. Wir haben gerade eine Passübung gemacht und er ruft aus Spaß: „Bruno“! Seitdem ist es so drinnen. Damals lief gerade der Problembär Bruno in Bayern herum. Das haben sie aufgeschnappt, weil ich in der ersten Zeit in Bochum auch recht ruhig war. Und groß bin ich ja auch.

      LAOLA1: Gibt es Torhüter, denen du in der Jugend nachgeeifert hast?

      Esser: Bei mir war es immer Oliver Kahn, weil er auf dem Platz ein Typ war – und auch neben dem Platz. Ich glaube, da haben viele Kinder genauer hingeschaut, weil er eben eine eigene Persönlichkeit war. Das fand ich immer ganz gut.

      LAOLA1: Das Niveau, auf dem Deutschland Torhüter ausbildet, ist extrem hoch. Das bekommen andere Länder nicht so gut hin. Haben Keeper in deiner Heimat einen speziellen Stellenwert?

      Esser: Ich denke, dass sie einfach schon im frühen Alter gut geschult werden. Das sind die Lorbeeren harter Arbeit. Wir haben in Deutschland das Glück, dass wir viele gute Torhüter haben.

      LAOLA1: Wer sticht deiner Meinung nach von dieser jungen Riege hinter Manuel Neuer am meisten heraus?

      Esser: Für mich mittlerweile Marc-Andre ter Stegen, der jetzt auch die Champions League gewonnen hat mit dem FC Barcelona. Fußballerisch ist er meiner Meinung nach fast auf Augenhöhe. Ich denke, der wird es machen.

      LAOLA1: Wie würdest du deine eigenen Stärken beschreiben?

      Esser: Wenn es auf den Platz geht, habe ich klare Ansprachen. Im eins gegen eins passt es auch ganz gut, in der Strafraumbeherrschung ebenso. Meine Größe hilft auch in jedem Fall. Also im Durchschnitt schaut es ganz gut aus (schmunzelt).

      LAOLA1: In Bochum musstest du jahrelang auf deinen Durchbruch warten. Lag es ausschließlich daran, dass mit Andreas Luthe ein Urgestein und der Kapitän die Nummer eins war und du dich hinten anstellen musstest?

      Esser: Mit Sicherheit musste ich Geduld haben. Ich denke, in der Jugend hätte ich diese Geduld nicht gehabt, da habe ich öfters schon früher das Handtuch geschmissen. Aber irgendwann lernt man zu warten.

      LAOLA1: Oder hättest du mehr die Ellbogen ausfahren müssen? Das Verhältnis zwischen dir uns Luthe galt als sehr kollegial.

      Esser: Wir kamen halt gut miteinander aus und haben uns respektiert. Ich glaube nicht, dass man mit Ellbogenausfahren weiter kommt. Der Trainer entscheidet, der bessere Torwart spielt.

      LAOLA1: Erfüllt es dich mit Stolz, dass du nach all den Jahren in der vergangenen Saison doch noch die Nummer eins wurdest?

      Esser: Absolut! Als Torwart will man spielen.

      LAOLA1: Bei Sturm kommst du in eine ähnliche Situation mit einem Konkurrenten, der ebenfalls schon sehr lange beim Verein ist. Auch hier kann nur einer spielen. Wie hast du die ersten Tage mit Christian Gratzei erlebt? Glaubst du an eine konstruktive Zusammenarbeit?

      Esser: So wie ich ihn kennengelernt habe, ist er ein super Typ. Ich werde gut mit ihm auskommen, wir arbeiten gut zusammen. Wie gesagt: Der Trainer wird hinterher entscheiden, wer spielt.

      LAOLA1: Dein Anspruch liegt vermutlich auf der Hand, diese Frage erübrigt sich wohl.

      Esser: Es ist ja normal, dass man spielen will. Die wenigsten setzen sich freiwillig auf die Bank.

      LAOLA1: „Österreich-Erfahrung“ konntest du in Bochum mit Michael Gregoritsch sammeln. Dem steht ein Karrieresprung bevor. Ist er schon reif für die deutsche Bundesliga?

      Esser: Ich denke schon. Wenn man so ein Angebot vom Hamburger SV und von Bayer Leverkusen hat, hat man es sich verdient. Ich wünsche ihm alles Gute!

      LAOLA1: Welche Insidertipps hat er dir über Sturm und Graz mit auf den Weg gegeben?

      Esser: Wir haben über den Trainer gesprochen, das Interne des Vereins. Er will in Zukunft auch öfter Spiele gucken kommen... (grinst). Außerdem hat er mir eine schöne Stadt und eine super Landschaft versprochen – so wie ich es jetzt auch kennengelernt habe. Ein bisschen etwas habe ich schon gesehen, den Schwarzlsee zum Beispiel. Die Innenstadt kenne ich noch nicht ganz, weil die Zeit einfach noch nicht da war. Das hole ich nach der Vorbereitung nach.

      LAOLA1: Gregoritsch wird dir vermutlich auch die Entwicklung Sturms in der jüngeren Vergangenheit eingeordnet haben. Der Verein will in der kommenden Saison weiter vorne anklopfen. Ist das von deinen ersten Eindrücken her mit dieser Mannschaft drinnen?

      Esser: Ich denke, wir sollten erst einmal die Vorbereitung abwarten, bevor wir irgendwelche Zielsetzungen machen. Wir sind auf einem ganz guten Weg, um oben anzukopfen. Aber vorerst sollten wir einmal ein bisschen die Ruhe bewahren.
      Quelle: laola1.at

      Hoffe er taugt als Nr.1 und wird nicht nach dem ersten Patzer gegen Gratzei getauscht...

      Bezüglich Piesinger warte ich noch zumindest die erste Herbstsaison ab, ob er seine teilweise guten Leistungen bestätigen kann. Bisher hat er aber doch positiv überrascht.
    • Dobras im Interview

      "Es gehören ganz andere Faktoren dazu als nur Talent"

      Sturm Graz ist für Kristijan Dobras bereits der zweite Anlauf bei einer der großen Fußball-Adressen in Österreich.

      Mit 17 Jahren wechselte er aus der Akademie in Linz zu Rapid Wien. Bei den Hütteldorfern avancierte er zwar zur fixen Größe bei den Amateuren, in der Kampfmannschaft reichte es jedoch nur für einen Bundesliga-Kurzeinsatz.

      Diesmal soll es klappen. Der 22-Jährige präsentiert sich entschlossen, die Chance in der steirischen Landeshauptstadt am Schopf zu packen.

      „Als ich vom Angebot von Sturm Graz hörte, habe ich nicht lange überlegt. Es ist ein Topverein in Österreich. Auch der Gedanke, dass die Meisterschaft meiner Meinung nach in dieser Saison nicht so eindeutig wird und wir da mitspielen werden, war ausschlaggebend“, zögerte Dobras nicht lange, den schwarz-weißen Lockrufen zu folgen.

      Kein Zufallsgenerator mehr

      Der Edeltechniker übersiedelte als Absteiger von Wiener Neustadt an die Mur, wo seine Qualitäten besser zur Geltung kommen könnten als in den vergangenen beiden Jahren im Tabellenkeller. Von der Spielanlage her sollte ihm der Grazer Stil entgegenkommen:

      „Das sowieso. Ich habe jetzt zwei Jahre gegen den Abstieg gespielt und dabei eher mit hohen Bällen und dem Zufallsgenerator zu tun gehabt. Diese Saison wird es für mich ganz anders. Das hatte ich schon bei Rapid, auch bei den Amateuren, dass man die Partien spielerisch gewinnen will. Ich denke, dass wir in unserem System vor allem in der Offensive sehr variabel sind und rotieren werden. Das kommt mir und auch der Mannschaft zu Gute.“

      Dobras ist in der offensiven Dreierreihe hinter der Solo-Spitze auf allen drei Positionen einsetzbar, bietet Trainer Franco Foda also diverse Optionen.

      Beim 6:0-Cup-Kantersieg in Hartberg lieferte er mit einem Doppelpack eine Kostprobe seines Könnens ab: "Für mich persönlich war es ein super Einstand, aber das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben. Man sieht, die Mannschaft funktioniert."

      „Einen Abstieg hat keiner gerne im Lebenslauf stehen“

      Nun kann es Dobras kaum erwarten, seine Fähigkeiten auch im Meisterschaftsbetrieb unter Beweis zu stellen: „Die Spielfreude bei einem guten Verein in einem super Stadion mit tollen Fans ist einfach riesig. Man hat 18 Heimspiele und da die Sturm-Fans auch auswärts immer dabei sind, kommen noch ein paar ‚Heimspiele‘ dazu. Es ist für jeden Fußballer ein Traum, da zu spielen und nicht vor 2000 wie in Wiener Neustadt. Wenn man in der 87. Minute nicht mehr kann, aber von den Fans noch einmal nach vorne gepeitscht wird, läuft man von ganz alleine.“

      Auch wenn das Ambiente nur bedingt den Charme der großen Fußball-Welt versprühte, missen will Dobras die zwei Jahre in Wiener Neustadt nicht. Bei den Niederösterreichern bekam er schließlich seine erste wirkliche Chance im Oberhaus.Für mich war es ein super Sprungbrett. Wir haben zwei Jahre gegen den Abstieg gespielt – im ersten haben wir es geschafft, im zweiten leider nicht. Einen Abstieg hat kein Spieler gerne im Lebenslauf stehen, aber irgendjemanden muss es leider erwischen, diesmal waren es wir“, meint der Oberösterreicher, der in Wiener Neustadt auch lernte, dass Talent alleine im Profibetrieb nicht ausreicht.Immer wieder warfen ihn in seiner Karriere Verletzungsprobleme zurück – so auch bei seinem leihweisen Engagement beim SV Grödig im Frühjahr 2013, als er am Weg zum Aufstieg nur vier Mal das Trikot des Salzburger Dorfklubs tragen konnte.

      Der Kampf gegen das „Baucherl“

      Während seiner Zeit in Neustadt stellte er schließlich seine Ernährung um: „Es gibt zwei Arten von Verletzungen – entweder man hat wirklich Pech wie bei einer Knieverletzung oder muskuläre. Bei mir war es so, dass wir viel trainiert haben, ich aber trotzdem ein bisschen ein Baucherl hatte. Unser Physio hat immer gesagt: ‚Das geht nicht! Ich verstehe nicht, warum das so ist!‘“Ein radikaler Einschnitt im Ernährungsplan brachte Besserung, auch wenn der Verzicht auf die eine oder andere Sünde schwer fiel. „Wenn ich jetzt im Nachhinein denke, dass ich inzwischen seit zehn Monaten keine Pizza und keine Schokolade gegessen habe, bin ich sehr stolz auf mich. Vor allem würde ich es nicht machen, wenn es mir nicht so gut gehen würde wie jetzt“, gesteht Dobras, der in der Tat austrainierter denn je wirkt.

      Für ihn ist auch diese Entwicklung abseits des Rasens Teil eines Reifeprozesses. Auf je höherem Level man kickt, desto schwieriger wird es, mit Talent alleine über die Runde zu kommen.

      „Früher dachte ich mir: Pizza, Eis – alles kein Problem! Aber inzwischen weiß ich, wie wichtig Ernährung und Regeneration sind, vor allem wenn man wie im Trainingslager zwei Mal am Tag trainiert und dann noch bei 35 Grad ein Spiel hat. Es gehören ganz andere Faktoren dazu als nur Talent.“

      Sturm als Sprungbrett oder längerer Aufenthalt?

      Mit Foda ist er nun in der Obhut eines eher asketisch veranlagten Coaches, der diese Entwicklung tendenziell weiter verfeinern wird.Noch wichtiger erscheinen jedoch Fortschritte auf dem Platz. Geht die Aktie Dobras wie erhofft auf, könnte Sturm früher oder später ein Transfererlös winken. Wenngleich der 22-Jährige das Thema Ausland defensiver angeht als andere Kicker in seinem Alter.

      „Nein, das habe ich überhaupt nicht“, antwortet er auf die Frage, ob er ein Dasein als Legionär in seiner Karriere fix eingeplant habe, „ich habe hier drei Jahre Vertrag und freue mich auf diese Aufgabe. Wir sind in der Europa League dabei, spielen um Meistertitel und Cup mit – da ist alles möglich! Man bleibt lieber länger bei Sturm Graz als zum Beispiel in Wiener Neustadt, das für mich ein, zwei Jahre lang ein Sprungbrett war. Aber Sturm Graz ist eine Top-Adresse, da steht wahrscheinlich nur Salzburg drüber.“Das klingt nach dem Plan eines längeren Graz-Aufenthalts. Ob das Ausland denn wirklich kein Thema sei? „Das Ausland ist sicher das Ziel eines jeden Fußballers, aber wenn es bei einem Verein gut läuft und man sich wohl fühlt, warum kann man dann nicht länger dort bleiben?“

      St.Pauli-Interesse im Sommer

      Neu ist der Blick über die Landesgrenzen hinaus für Dobras indes nicht. In der Jugend lockte unter anderem Aston Villa, im Sommer 2014 bekundete Eintracht Braunschweig Interesse. „Braunschweig war jedoch nicht so konkret wie in diesem Sommer St. Pauli. Aber am Ende ist es nichts geworden“, beschäftigte ihn erst kürzlich eine Deutschland-Offerte.

      Sollte eines Tages doch der Sprung ins Ausland anstehen, sei Deutschland aufgrund der Sprache und der Qualität der Liga eine gute Option: „Aber ich will mich eigentlich nicht so sehr auf ein Land einengen. Wenn etwas kommt, schaut man sich an, ob drumherum alles passt und entscheidet dann.“

      Dies ist jedoch Zukunftsmusik. Derzeit gilt der Fokus dem Start in eine Saison, in der Sturm genauso wie die beiden Wiener Vereine Double-Gewinner Red Bull Salzburg das Leben schwerer machen will.

      Enttäuschung über Rapid verflogen

      „Bei Salzburg gab es wie jedes Jahr einen Umbau. Wir sollten uns jedoch nicht zu sehr auf andere konzentrieren. Schon die letzte Saison von Sturm war sehr gut. Das könnten wir dieses Jahr bestätigen und noch besser machen. Es sind eigentlich alle Spieler an Bord geblieben, die Mannschaft wurde gut verstärkt. Das ist eine gute Mischung“, sieht die Offensivkraft ihren neuen Arbeitgeber gut gerüstet.Neben Salzburg wird Dobras tendenziell auch mit einem Auge auf Rapid schielen. Dem früheren Herzensklub ein Bein zu stellen, wäre vermutlich ein Anliegen. Wobei die Enttäuschung, keine echte Chance bekommen zu haben, inzwischen verflogen sei:

      „Ich bin ehrlich: Während des ersten Jahrs bei Neustadt war ich extrem enttäuscht. Ich habe immer gesehen, welche Spieler bei den Profis sind, die alle mit mir bei den Amateuren gespielt haben. Nach diesem ersten Jahr habe ich mir gedacht: Es ist vorbei – vielleicht komme ich noch einmal zurück, aber jetzt muss ich auf mich selbst schauen. Jetzt gehe ich einen anderen Weg mit Sturm Graz – dem nächsten Traditionsverein.
      Quelle: Laola1.at
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    • Supertalent Donis Avdijaj
      "Von verwöhnter Teenager kann nicht die Rede sein"

      Donis Avdijaj startet in seine zweite Bundesliga-Saison mit Sturm Graz. In einem Interview räumt er nun mit Vorurteilen auf und gibt an, welchen Stars er nacheifert.

      Der Leihvertrag von Donis Avdijaj wurde im Sommer verlängert, das Schalke-Supertalent wird mit Sturm Graz ein weiteres Jahr in der österreichischen Bundesliga Erfahrung sammeln. In seinem ersten Jahr mit den Blackies erzielte er in 17 Liga-Einsätzen sechs Treffer, heuer möchte der 18-Jährige richtig durchstarten, ehe der Durchbruch in der deutschen Bundesliga auf der Agenda steht.

      Dass es damit früher oder später klappen wird, daran zweifelt in seinem Heimatland kaum jemand. Er wird mit Vorschusslorbeeren überschüttet und das kommt nicht von ungefähr. In seinem aktuellen Vertrag in Gelsenkirchen ist eine Ausstiegsklausel in Höhe von 50 Millionen Euro festgeschrieben, damit reagierte man auf die Flirtversuche zahlreicher Top-Klubs, die bereits ihre Fühler ausgestreckt haben sollen. Die Deutschland-Redaktion von goal.com hat das Juwel nun zum Interview gebeten und auch den Backround des Deutschen mit albanischen Wurzeln durchleuchtet.

      Donis Avdijaj: Seine großen Ziele

      Bei Sturm Graz fühlt sich Avdijaj richtig wohl. Er lobt die Ausgeglichenheit der Liga. "Es war definitiv der richtige Schritt für mich. Ich habe auf größerer Bühne regelmäßige Einsatzzeiten, stehe oft in der Startelf", erklärt der Angreifer. "Sporadische Kurzeinsätze auf Schalke hätten nicht viel gebracht." Besonders das Umfeld des Klubs und Coach Franco Foda haben es dem Youngster aber angetan.

      Der Kreativgeist denkt aber in anderen Maßstäben. Auf Sicht will er zum internationalen Star heranreifen, als Vorbilder nennt er die großen Namen Steven Gerrard und Bastian Schweinsteiger. Sturm und wohl selbst Schalke sind demnach Zwischenstufen auf seinem Weg an die Spitze.

      Der Youngster räumt mit Vorurteilen auf

      Der Hype um seine Person und die ambitionierten Ziele rufen aber auch Kritiker auf den Plan. Als verwöhnter Teenager wird er mancherorts verschrien. Steigt ihm der Rummel und das Geld zu Kopf? Avdijaj weist das im Gespräch mit goal ganz klar von sich: "Ich weiß, wie ich aufgewachsen bin. Ich lebte in ärmlichen Verhältnissen, habe Kleidung vom Staat bekommen", lässt er aufhorchen. "Von 'verwöhnter Teenager' kann also nicht die Rede sein."

      Harte Arbeit hätte ihn dahin gebracht, wo er jetzt ist, und ihm ein gutes Leben ermöglicht. "Der Eine gönnt es dir, der Andere eben nicht. Das hat nichts mit Überheblichkeit zu tun." Dass Schalke und Sturm auf ihn setzen, sei aber nicht selbstverständlich. Er möchte dem Vertrauensvorschuss gerecht werden, "das zählt für mich".
      sportnet.at/home/fussball/bund…r-Teenager-kann-nicht-die

      Für sein Alter, Chapeau! :thumb:
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    • Sturm-Neuzugang fällt aus

      Bittere Nachrichten für Sturm-Neuzugang Charalampos Lykogiannis!

      Der Linksverteidiger zieht sich bei seinem ersten Pflichtspiel-Einsatz im EL-Quali-Rückspiel gegen Rubin Kazan (1:1) einen Muskelbündelriss der Adduktoren im linken Oberschenkel zu und fällt bis auf weiteres aus. Der Grieche musste kurz vor der Pause für Martin Ehrenreich ausgewechselt werden.

      Neben Lykogiannis ist bei Sturm derzeit mit Christian Klem (Muskeleinriss) auch der zweite etatmäßige Linksverteidiger nicht einsatzfähig.
      laola1.at/de/fussball/bundesli…age/118795-32-48---7.html

      Schade hat mir gut gefallen, nachbessern braucht man jetzt nicht mehr, weil für die Buli reichen Sharifi, Ehrenreich und Co völlig aus! :sad:
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    • Tom schrieb:

      laola1.at/de/fussball/bundesli…age/118795-32-48---7.html

      Schade hat mir gut gefallen, nachbessern braucht man jetzt nicht mehr, weil für die Buli reichen Sharifi, Ehrenreich und Co völlig aus! :sad:
      Skrivanek trainiert laut HP schon mit der KM mit ;). Ich kann mir zwar nicht vorstellen, das er schon am Sonntag Thema ist, aber dann kann ich mir durchaus die ersten Minuten gegen WAC und Rapid vorstellen.

      Spätestens nach diesen beiden Partien sollte man ihn als Stamm-LV spielen lassen.
      mit schwarzen Grüßen ...
    • Hier das ganze Interview:

      Talent Donis Avdijaj von Schalke 04 träumt von "Geld-Schwimmbad"
      S04-Talent will "Geld-Schwimmbad"

      S04-Youngster Donis Avdijaj - derzeit in Graz - wird gefragt, was er mit 15 Millionen Euro machen würde. Er hat genaue Vorstellungen - auch Pferde spielen darin eine Rolle.

      Donis Avdijaj von Schalke[IMG:https://kkastatic.s3.amazonaws.com/5cd82fff3218b3da0f89aac8b374f7533a180563.png] 04, der derzeit an Sturm Graz ausgeliehen ist, hat ein bemerkenswertes Interview gegeben und ist damit zum Renner in den sozialen Medien geworden.

      Der 19-Jährige nahm an einem "Wordrap" der Kleinen Zeitung in Österreich teil. Dabei wurden ihm die Anfänge von Sätzen vorgegeben, die Avdijaj dann komplettieren sollte.

      So musste er etwa erklären, was er bei einem Gewinn von 15 Millionen Euro machen würde: "Ich würde mir ein Schwimmbad bauen und dann reinspringen und schwimmen. Und mir dann so rundherum Pferde kaufen, die mir dabei zugucken. Und wenn ich dann rausgehe aus dem Geld-Schwimmbad, auf so ein Pferd gehen und wegreiten", sagte Avdijaj.

      Wenn er eine Frau wäre, würde das Schalke Talent "gucken, dass ich übertrieben geil bin. Und dann würde ich immer jedem Hoffnung machen, aber keinen an mich ran lassen."

      Über seine Frisur sagte er: "Ich bin eher so der Lecker-Typ, ich leck die so nach hinten. Aber - keine Ahnung – mittlerweile lass ich die so locker-luftig. Das gefällt ein paar Leuten, die mich mögen, besser."

      Programmatisch auch Avdijajs Antworten auf die Fragen, was er an sich selbst schätzt und was nicht. Was er an sich mag: "Dass ich geil bin und alle Menschen gleich sehe." Was er an sich nicht mag: "Dass ich geil bin. Und zu direkt."
      Quelle: sport1.de

      :schuettel: - Da fehlen mir nahezu die Worte. Noch schlimmer eigentlich, dass es viele Fans gibt denen das auch noch taugt...

      Aber passt ins Schema F(oda)...