Sturm Amateure/RL Mitte, Saison 2012/13

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    • Sturm Amateure
      Ein Schritt nach vorn

      Wie bereits in der letzten Saison sicherten sich die Sturm Amateure erst im letzten Abdruck den Klassenerhalt. Sturm12.at stellt sich auch heuer wieder die Frage: Was ging in dieser Spielzeit voran? Welcher Spieler konnte sich weiterentwickeln?

      Da wäre es tatsächlich fast geschehen! Durch einen folgenschweren Fehler wären die Sturm Graz Amateure beinahe doch noch abgestiegen. Doch die Amateure vom Kapfenberger SV verloren beim SV Feldkirchen, womit der Klassenerhalt der Jung-Blackies gesichert wurde. Somit konnte eine turbulente Saison doch noch zu einem positiven Ende gebracht werden. Doch zunächst zurück zum Anfang.

      Wenig berauschender Herbst
      Markus Schopp betreute die Amateure bereits seit der Entlassung von Franco Foda aus der Bundesliga-Mannschaft (April 2012) und dem zeitgleichen Aufstieg von Dietmar Pegam und Günther Neukirchner zu Thomas Kristls Assistenten. Er schaffte durch einen Sieg in der letzten Runde der Saison 2011/12 gegen Vorwärts Steyr (2:1) nicht nur den Klassenerhalt, sondern erreichte in der Endtabelle dadurch sogar noch den hervorragenden neunten Rang. Der Kader wurde im Sommer jedoch weiter verjüngt, unter anderem schafften David Schloffer und Philipp Hütter den Sprung in die Kampfmannschaft und das Durchschnittsalter des Kaders sank von 20,6 auf 18,4 Jahre. Von Beginn an wusste man bei den Amateuren, wie schwer dadurch der Verbleib in der Regionalliga Mitte sein würde. Angestrebt wurde dennoch stets ein einstelliger Tabellenplatz. Doch im Herbst holten die Schwarz-Weißen nur zehn Punkte. Dazu verloren sie die letzten fünf Spiele im Kalenderjahr 2012 und belegten zu Saison-Halbzeit den letzten Platz. Neben den frühen Verletzungen von Serkan Ciftci (Runde 1) und Torjäger Anel Kocijan (Runde 9, bis dahin fünf Saisontreffer) fehlten zudem Spieler, an denen man sich während einer Partie aufrichten konnte und die entscheidende Impulse geben konnten.

      Mit Volldampf aus dem Winterschlaf
      Im Gegensatz zur Kampfmannschaft rüsteten die Amateure im Winter daher auf. Ein Abstieg wäre eine sportliche Katastrophe gewesen, besonders in Hinblick auf die Heranführung kommender Talente an die Bundesliga-Elf. Mit Ervin Bevab kam eine wichtige Stütze des Frühjahrs, dazu wurden Mile Blazevic, Zeljko Balen, Daniel Resch und Emir Redzic nach Graz gelotst. Der restliche Kader gewöhnte sich zudem an das körperbetonte, intensivere Spiel der dritten Leistungsklasse und auch Schopp hat als Trainer im Herbst viel dazugelernt. Schnell kristallisierte sich ein Stamm heraus, der die Amateure in den ersten sieben Begegnungen der Rückrunde zu sechs Siegen und einem Remis führte. Lukas Waltl im Tor entwickelte sich dabei zu einem souverän agierender Führungsspieler. Mit größtenteils tadellosen Auftritten zwischen den Pfosten konnte er die Mannschaft pushen und wichtige Punkte nach Hause schaukeln. Kann er in seiner Entwicklung den nächsten Schritt machen, ist er ein potentieller Kandidat für das Einserleibchen der Zukunft. Vor ihm wurde die Viererkette mit Marc Schmerböck, Christian Dengg, Zeljko Balen und Philipp Hütter endlich stabilisiert, womit einer der schlagenden Faktoren – die ständig neu formierte Abwehrreihe – des schwachen Herbstes ausgemerzt werden konnte. Erst als sich Dengg verletzte und somit abermals umgestellt werden musste, riss die positive Serie.

      Mit Ervin Bevab kam das perfekte Pendent zu Florian Sittsam im Spielaufbau und im Defensivverhalten des zentralen Mittelfelds. Die beiden agieren zwar noch immer wieder unkonzentriert und ungenau, zeigten aber in vielen wichtigen Phasen, dass sie schnell umschalten und entscheidende Pässe spielen können. Dazu bewies auf den Seiten besonders Reinhold Ranftl, wieso er wenig später von Schopp direkt in die Kampfmannschaft geholt wurde. Seine schnellen Antritte und die ständigen Positionswechsel machen ihn unberechenbar. Dazu hat Ranftl keine Scheu vor Eins-gegen-Eins-Situationen. Als dann auch noch Daniel Schmölzer und David Schnaderbeck in Kombination mit Ranftl ihre Talente im Offensivspiel ausspielten, wurde es stets gefährlich. Diese Chancenerarbeitung nützte dann Serkan Ciftci nach seiner Rückkehr in den Amateur-Angriff mit sieben Toren aus. Auch Alexander Rother kam nach einer mäßigen Hinrunde zu insgesamt fünf Saisontoren – die meisten davon als Joker. All das machte in den ersten Frühjahrsrunden Spaß beim Zusehen und erfrischte während dem mauen Bundesliga-Alltag der Profis.

      Fazit
      Nach einem Herbst des Kennenlernens und Eingewöhnens für die vielen nachgerückten Spieler starteten die Blackies in der Rückrunde richtig durch, wurden Vierter in der Frühjahrs-Tabelle und konnten vor allem spielerisch wieder Fortschritte aufzeigen. Beispiele dafür sind die Spiele in Vöcklamarkt oder Kalsdorf, wo die Grazer einen erfrischenden, leidenschaftlichen Fußball boten. Mit schnellen Bällen auf die Seiten stellte man die gegnerischen Abwehrreihen vor Probleme und erarbeitete sich dadurch viele Chancen. Doch auch hier kam der Trainerwechsel zum falschen Zeitpunkt. Stojadin Rajkovic ging zwar den selben Weg weiter, doch mit Ciftci, Schloffer, Ranftl und im Endspurt auch noch Kocijan, Schnaderbeck, Ervin und Erman Bevab und Sittsam musste man viele Stützen an die Kampfmannschaft abgeben, wodurch das selbe Problem wie im Herbst entstand.

      An Markus Schopp wird es somit künftig liegen, einen eingespielten Stamm zu finden, der Führungsqualitäten zeigen muss und die nachrückenden Spieler unterstützt und leitet. Spieler mit Potenzial dazu hat er. Waltl, Ranftl und Sittsam sind mittlerweile gereift – Schmerböck, Schnaderbeck, Kocijan und Ervin Bevab auf einem guten Weg. Bei Schmölzer, Dengg, Rother und Pascal Zisser muss man die weitere Entwicklung abwarten. Fakt ist allerdings, dass diese Spieler nicht mehr allzu lange Zeit haben, um den Sprung in den Profikader zu schaffen. Zu beachtlich waren die Talentproben, die Alexander Kager (Sturm), Felix Schmied (Abwehr), Andreas Gruber (Mittelfeld), Erman Bevab (Abwehr) und Daniel Resch (Abwehr) abgeliefert haben. Nicht unwahrscheinlich, dass der eine oder andere dieser Spieler schon in der kommenden Saison nachdrängen wird. Saisonziel Nummer Eins werden für die abermals von Markus Schopp in die Saison geführte Mannschaft aber weiterhin der Klassenerhalt, sowie die Entwicklung junger Akteure für den Profikader bleiben. Und wenn man sich nicht wieder selbst das Leben schwer macht, ist dieses für 2013/14 ein durchaus realistisches Ziel – auch im Falle einer neuerlichen Kaderverjüngung.
      Quelle: sturm12.at
    • Weiters haben die SK Sturm Amateure einen Abgang zu vermelden. Wie transfermarkt.at meldet, wechselt der Stürmer Alexander Rother zum TSV Hartberg in die Erste Liga. Der 20-Jährige erzielte in den letzten 23 Spielen fünf Treffer in der Regionalliga Mitte.
      Quelle:Sturm12.at

      Der erste Abgang für kommende Saison steht nun auch fest.

      "Werte kann man nur durch Veränderung bewahren"
      Richard Löwenthal