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Im ehrenden Gedenken an

Mag. Erich Fuchs

* 06.06.1956
+ 28.02.2014

 



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Privat:
verheiratet:    mit Renate (seit 1981)
Tochter:         Mariella (1983)
Sohn:             Thomas (1984)


Beruflich:

1980               Abschluss des Betriebswirtschaftsstudiums
1980-1982      K.u.E. Wirtschaftstreuhandgesellschaft m.b.H.
1982-1989      Fuchs-Fleischwaren KG und Fleischwarenvertriebsgesellschaft
1989-1999      Gebrüder Weiss – Transport- und Logistik
ab 2000           selbständiger Unternehmensberater, Moderator und Coach
2000-2007      Cargo Center Graz (Prokurist)
2007               Wirtschaftlicher Geschäftsführer SK STURM GRAZ
ab 2012           Leiter der Betriebskrankenkasse BÖHLER Kapfenberg


Nach Besuch der Handelsakademie und dem erfolgreichen Abschluss des Studiums der Betriebswirtschaft 1980 begann Erich Fuchs seine berufliche Laufbahn bei der K.u.E. Wirtschaftstreuhandgesellschaft m.b.H


1982 wechselte er in den elterlichen Betrieb zur Fuchs-Fleischwaren KG und Fuchs-Fleischwarenvertriebsgesellschaft wo er ab 1984 als geschäftsführender Gesellschafter 16 Filialen und insgesamt 85 Mitarbeiter betreute und verantwortete. 


Nach Übernahme des elterlichen Unternehmens durch den älteren Bruder stieg Erich Fuchs beim renommierten Transport- und Logistikunternehmen Gebrüder Weiss ein, wo er von 1989 bis 1999 in führender Funktion – Prokurist/Kaufmännische Leitung/Controlling – tätig war.


Im Jahr 2000 war er Mitglied des Gründerteams des Cargo Center Graz und in seiner Tätigkeit verantwortlich für den betriebswirtschaftlichen, kaufmännischen und organisatorischen Aufbau sowie die operative Umsetzung des größten PPP-Projektes (Public-Privat-Partnership) in Österreich. 


Im selben Jahr schloss er die Ausbildung zum Moderator und Coach nach internationalen Standards ab und war seither auch selbständig als Unternehmensberater, u.a. als Berater des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie,  des Landes Steiermark und Privatunternehmen in Fragen des Güterverkehrs, Risikomanagement, externes Controlling und Sanierungsprozessen und anderen Detailbereichen, tätig.


2007, nach dem erfolgreichen Neustart, war Erich Fuchs wirtschaftlicher Geschäftsführer des SK Sturm und bekleidete diese Funktion bis Jahresende.


Von 2012 bis zu seinem Ableben war er Leiter der Betriebskrankenkasse der BÖHLER Edelstahl in Kapfenberg.


Nebenher wirkte Erich Fuchs noch ehrenamtlich im Pfarrgemeinderat der Pfarre St. Vinzenz in Graz-Eggenberg mit, gab Vorlesungen an der Fachhochschule Joanneum, stand bei Veranstaltungen der steirischen Wirtschaft stets zur Verfügung und fungierte als Wirtschaftscoach der Wirtschaftskammer.


2009 veröffentlichte Erich Fuchs gemeinsam mit Gabriele Foissner-Weinländer das Buch „Die talentierte Führungskraft und Ihre Feinde“ im Verlag Books on Demand (ISBN-10: 3837019586).

 

MEILENSTEINE BEIM SK STURM GRAZ:


80er Jahre     Sponsor der Sturmjugend
1988-1990      Mitglied des Vorstandes – Schriftführer Stv., Mitgliederwesen
1991-1992      Mitglied des Vorstandes – Finanzreferent
1999-2003      Mitglied des Vorstandes – Leiter der Jugendabteilung
2003-2007      Rettung des SK STURM
2007               Wirtschaftlicher Geschäftsführer
2008-2014      beratende und operative Unterstützung des SK STURM

 

Seit dem er wusste, dass es außer dem GAK in Graz auch den SK Sturm gibt war Erich Fuchs Fan dieses Vereins.


Sein erstes Sturmspiel besuchte er am 12. September 1964 mit seinem Schwager, und bejubelte einen 3:1 Sieg gegen Wacker Wien. 


Im Frühjahr 1985 sorgte er mit einer sehr originellen Idee für Aufsehen. bei Sturm und bei den Medien.  Im Sturm-Sekretariat in der Maiffredygasse berief er eine Pressekonferenz ein und präsentierte die erste „Sturmwurst“. Die Wurst war mit dem Sturm-Emblem versehen, etwa vergleichbar mit einer „Wiener“ und zeichnete sich durch eine besondere Würzung aus. Die Sturmwurst wurde von 1985 bis 1989 verkauft.

 

Die Vorstandstätigkeiten

Mitte der 80er Jahre unterstützte Erich Fuchs mit seinem Unternehmen (Fuchs-Fleischwaren) die Nachwuchsarbeit des SK Sturm, ein Anliegen, das ihm immer besonders wichtig war.


Am 28.07.1988 wurde er in den Vorstand kooptiert wo er zum Schriftführer Stellvertreter gewählt wurde und für das Mitgliederwesen verantwortlich war.


Nach kurzer, berufsbedingter Unterbrechung (1990-1991) kehrte Erich Fuchs 1991 als Finanzreferent in den Sturm-Vorstand zurück, wo er gemeinsam mit Charly Temmel fieberhaft um das wirtschaftliche Überleben des Vereins kämpfte, den u.a. die enormen Kosten des gerade fertig gestellten Trainingszentrums in Messendorf belasteten. Mit dem Einstieg von Hannes Kartnig im Dezember 1992 endete seine 2. Vorstandsperiode.


1999 kehrte Erich Fuchs zum dritten Mal in den Sturmvorstand zurück und war u.a. als Leiter der Jugendabteilung bei der Umwandlung vom BNZ in die Schaffung der Sturm-Akademie federführend.

 

Die Rettung des SK Sturm

Im Frühjahr 2001 verfügte der SK Sturm durch die Erfolge in der Championsleague über Mehreinnahmen von rund 170 Mio öS. Am 30.03.2001 fasste der Vorstand den Beschluss, rund ein Drittel für die dringend notwendige Sanierung und den Ausbau des Sturmplatzes und des Trainingszentrums in Messendorf zurückzulegen. Als sich Sturm im Sommer 2001 nicht für den internationalen Bewerb qualifizieren konnte, wurden auch diese Rücklagen ohne Vorstandsbeschluss ausschließlich für Transfers verwendet. Nach Monaten ohne Vorstandssitzung forderte Erich Fuchs im Februar 2002 diverse Berichte an, was in der Folge zur Enthebung all seiner Ämter führte, die er jedoch kurz darauf wieder zurückerhalten sollte. Er bestand weiterhin auf Einblick in die Finanzunterlagen des Vereins, stellte immer wieder Anträge im Vorstand, welche allesamt vom Großteil des Vorstandes und vom Präsidenten abgelehnt wurden. Im Juni 2003 richtete er mittels eines offenen Schreibens einen Appell an die Mitglieder des Vereins und forderte diese  zur Unterstützung in Form eines Antrags auf.


Am 02.12.2003 wurde er wegen angeblich „vereinsschädigender Äußerungen“ nicht nur aus dem Vorstand, sondern komplett aus dem Verein ausgeschlossen. Seine Berufung wurde bis 2005 nie behandelt, erst im November 2005 wurde der Ausschluss aufgehoben, wo er bei der Generalversammlung am 08.11.2005, als der gesamte Vorstand trotz eines negativen Eigenkapitals von über 5 Mio EUR entlastet wurde, heftig protestierte und prompt der nächste Ausschlussantrag gegen ihn eingebracht wurde, der allerdings am Nichterreichen der notwendigen Mehrheit scheiterte.


In den Jahren 2003 bis 2007 arbeitete Erich Fuchs u.a. gemeinsam mit Chrstian Jauk intensiv an Rettungskonzepten für den SK Sturm und führte letztlich die einzelnen Investorengruppen an einen Tisch und legte somit den Grundstein zur erfolgreichen Rettung des Vereins.


Im Frühjahr 2007 wurde Erich Fuchs wirtschaftlicher Geschäftsführer des SK Sturm und legte gemeinsam mit dem sportlichen Geschäftsführer, Walter Hörmann, den Grundstein für eine junge, dynamische und attraktive Sturmmannschaft, die viele Sturmanhänger begeistern konnte. Zudem sorgte er für die wirtschaftliche Konsolidierung des Vereins und führte u.a. auch intensive Gespräche und Verhandlungen für eine, durch den Niedergang des Stadtrivalen völlig neu entstandene  Situation im Akademiebereich und war letztlich auch maßgeblich an der Akademielösung mit der HIB Liebenau und dem StFv. federführend involviert.

 

Der Abschied

Am 28.02.2014 schloss Erich Fuchs nach kurzer, schwerer Krankheit, für immer seine Augen. Am 6. März 2014 wurde er unter großer Anteilnahme seiner Familie, Freunde, Kollegen und Wegbegleiter, mit besonders persönlichen und bewegenden Worten seiner beiden Kinder Mariella und Thomas in der Pfarrkirche St. Leonhard verabschiedet und am Friedhof St. Leonhard beigesetzt. Am 15. März 2014, dem Heimspiel gegen Austria Wien, erwies ihm die Sturmfamilie im Stadion die letzte Ehre:

 

 





Fotos mit freundlicher Genehmigung von www.sturmtifo.com

 

 

Das Sturmforum

Dem Sturmforum war er nicht erst seit seiner Registrierung 2004 tief verbunden. 135 fachlich und sachlich fundierte Beiträge zeigen nur einen Ausschnitt eines außergewöhnlichen Sturm-Fans und Menschen. So war es ihm nicht nur wichtig im Sturmforum zu schreiben und zu lesen, sondern darüber hinaus mit vielen Menschen in persönlichen Kontakt zu treten. Auch in schwierigsten Phasen und Situationen war ihm der Dialog immer besonders wichtig. So stellte er sich am 2. April 2005 den kritischen Fragen von Fans vorwiegend aus Internetforen in einem Grazer Lokal. Eine seiner wesentlichsten Anliegen war die Einigkeit der Sturmfamilie in den wesentlichen Fragen vor allem die Zukunft betreffend, des SK Sturm. Besonders hob er die Akzeptanz und Toleranz innerhalb der Fanfamilie hervor, und warnte vor einer Spaltung innerhalb der Sturmfamilie. Ganz besonders zeichnete ihn hier seine Fähigkeit aus, mit Menschen unterschiedlicher Meinungen, Ansichten und Strömungen immer eine Gesprächsbasis zu finden. 


Im Sturmforum sah er eine wichtige Plattform in der offen über den SK Sturm diskutiert werden soll und es war ihm wichtig, unterschiedliche Meinungen zu hören, zu lesen und auch zu akzeptieren, diesen immer sachlich mit fundierten Argumenten zu entgegnen. Damit setzte er auch einen stilistischen Benchmark, der im Sturmforum für immer die Referenz bleiben wird. Seine besondere Verbundenheit zum Sturmforum zeigte er nicht zuletzt durch seine Bereitschaft, sich als Obmann des Ende 2013 gegründeten Trägervereins „Freunde des Sturmforums“ zur Verfügung zu stellen.


Neben seinem enormen Wissen um den SK Sturm, seine sachliche, analytische Argumentation vor allem bei kritischen Themen waren es viele Kleinigkeiten, die Erich Fuchs so liebenswert machten. So bevorzugte er es, auch bei Minusgraden und schlechtem Wetter meist mit dem Fahrrad, fast immer unter Einhaltung einer „akademischen Viertelstunde“, zu vereinbarten Treffen zu kommen. Es ist auch schon vorgekommen, dass bei gemeinsamen Autofahrten, vertieft in analytischen Gesprächen, der Scheibenwischer nach dem Regen und wieder strahlendem Sonnenschein weitergelaufen ist.  Auch ein Wochenendeinkauf, eine Reise oder andere Beschäftigungen hielten Erich nicht davon ab, sich ein offenes Ohr am Telefon zu nehmen.


Wir, die „Freunde des Sturmforums“ verlieren mit Dir, lieber Erich  nicht nur unseren Obmann, sondern vor allem ein Vorbild und einen besonders lieben Freund. Dein User-Name „fuer.sturm“ stand sinnbildlich für Dein Sturm-Leben. Der Leitspruch „Sturm ist wichtiger als einzelne Personen“ war nicht nur Dein liebster, sondern auch der, aus dem Du sehr viel Kraft schöpfen konntest. 


Unsere Gedanken gelten in erster Linie Deiner Frau Renate sowie Deinen beiden Kindern, Mariella und Thomas und werden wir Dir stets ein ehrendes Andenken bewahren.


Der Verein / DEINE FREUNDE DES STURMFORUMS

 

 

 

MEgo
Ich habe Dich, lieber Erich, erstmals im Jahr 2003 mit Deinem Kommentar zur Jugendarbeit auf der "alten" Sturmhomepage bewusst wahrgenommen.


Du wurdest meines - nachträglich erworbenen - Wissens dafür vorstandsintern schwer kritisiert. Etwas später, gegen Ende des Jahres 2003, erhielt ich, wie auch andere ordentliche Vereinsmitglieder, ein Schreiben von dir, die Forderung nach der Offenlegung der Finanzgebarung des Vereines zu unterstützen.


Da Hannes Kartnig selbst bei der letzten, allen Vereinsmitgliedern zugänglichen Weihnachtsfeier in der damals neu erbauten Stadthalle Graz im On-Stage-Interview mit Rudi Hinterleitner von "möglichen Finanzproblemen" gesprochen hatte, war es für mich nur logisch, diese Forderung zu unterstützen.


In dieser Zeit habe ich mich erstmals mit Dir getroffen und Dich in einem recht langen Gespräch als Menschen kennengelernt, der neben hoher persönlicher Kompetenz eine persönliche Integrität und Vertrauenswürdigkeit ausstrahlte, die mich zutiefst überzeugte.


Aus diesem Kennenlernen wurde aus meiner Sicht eine, leider viel zu kurze, Freundschaft, deren überraschendem Ende ich noch immer nachtrauere.


Du konntest psychologische und sportliche Zusammenhänge, auch völlig Unbedarften wie mir, plausibel erklären, hattest einen unglaublichen Draht zu Menschen und Spielern und hast meiner Meinung nach zusammen mit dem heutigen Präsidenten Christian Jauk maßgeblich im Hintergrund bereits die Rettung unseres Vereines vorbereitet.


Dass Du dafür von der "herrschenden Clique" um den "Sonnenkönig" mit einem Vereinsausschluss, den man im übrigen am Abend vor der Mitgliederversammlung 2005 zurückgenommen hatte, "belohnt" wurdest, und von verblendeten Mitgliedern sogar noch dort in der Versammlung mit einem - abgelehnten - ad hoc Antrag doch noch ausgeschlossen werden solltest, ist im Nachhinein nur als Ironie der Geschichte zu bewerten.

Ich habe mit Dir einen guten Freund und profunden Gesprächspartner zum Geschehen im Verein verloren...


Ich bewunderte Deine Energie, trotz aller Dir entgegengebrachten Widrigkeiten immer den Einsatz für Sturm Graz bewahrt zu haben - und bitte Alle, Deinen Nick "fuer.sturm" in Ehren und in wohlwollender Erinnerung zu behalten...


Lieber Erich, wo immer Du jetzt bist, Ruhe in Frieden und schau wohlwollend auf unsere Schwarzen !

 

BTC
Im Zuge der großen Sturm-Krise, welche den Klub an den Rand des Abgrunds und beinahe darüber hinaus führte, kreuzten sich unsere Wege. Du hast all das Ungemach in weiser Voraussicht schon kommen sehen und deshalb auch versucht die Krise abzuwenden. Mahnend erhobst Du damals den Zeigefinger, die restlichen Klub-Verantwortlichen hingegen waren vom (bereits vergangenen) Erfolg und den großen Einnahmen verblendet. Dass sie Deine gerechtfertigten und besorgten Warnungen in den Wind schlugen reichte nicht. Nein, Du wurdest intern zum Sündenbock gestempelt und musstest noch lange Zeit völlig zu Unrecht viele Tiefschläge einstecken. Trotzdem bliebst Du immer fair und sachlich.


Stets habe ich Dich für diesen, Deinen Wesenszug sehr bewundert. Interessiertes Gehör hingegen fandest Du bei jenen Sturm-Fans, die sich intensiver mit den Geschehnissen im Verein beschäftigten. Als einer von ihnen war ich oft fassungslos angesichts der teilweise schockierenden Fakten, die Du zu berichten wusstest.


Gerne erinnere ich mich noch an die ersten Treffen dieser „Task-Force“ in Deinem Büro im Cargo-Center Werndorf. Wie auch ich waren die meisten sofort beeindruckt von Deiner Integrität, Deiner Kompetenz, Deinem Wissen, Deiner Leidenschaft für den Verein und Deiner Leidensfähigkeit angesichts des unfassbaren Unrechts das Dir von Seiten des Klubs damals zugefügt wurde. Du gehörtest nicht zu den lauten, polternden, unfairen, bonierten Adabeis. Nein, Du hast Dich nobel und gentleman-like davon abgehoben. Wenn Osim der Sir unter den Trainer ist, bist Du der Sir unter den Funktionären. Du warst nie laut, nie ungerecht, nie nachtragend, nie ungehalten, nie unfair, nie abgehoben, nie herablassend. Du warst stets ehrlich, besonnen, integer, unbeugsam, analytisch, bedacht, freundlich, herzlich, gutmütig und hattest diese seltene Fähigkeit auf jeden gleich zuzugehen, seine Sprache zu sprechen und jeden gleich zu behandeln. Du hast in allen das Gute gesehen – bestimmt bist Du dabei von Dir selbst ausgegangen.


Kein Wunder also, dass aus Zuhörern Mitstreiter wurden und aus Mitstreitern Freunde. Auch „Dein“ Sturmforum, dem Deine Postings größte Seriosität und Anerkennung gebracht haben, und dessen Obmann Du bis zu Deinem Tod gewesen bist, war Dir bis zuletzt ein wichtiges Anliegen und Sprachrohr. Unser letztes Treffen im Kreise der Freunde des Sturmforums war kaum ein Monat vor Deinem tragischen und allzu frühen Ableben.


Du hast ein tiefes Loch in der Sturmfamilie hinterlassen, der gesamte Verein hat Dir unheimlich viel zu verdanken. Ich habe selten einen aufrichtigeren, gerechteren, ehrenwerteren Menschen mit einem unbeugsamen Rückgrat kennen lernen dürfen, als Dich. Würden Dich doch möglichst viele zum Vorbild nehmen, wäre die Welt ein noch besserer Ort. Es war eine Ehre, Dich kennen gelernt haben zu dürfen!

 

Wo Herzensgüt' und Weisheit sich verbinden,
da wird die Tugend festen Boden finden.

Heinrich Martin

 

Icegue
Es war Ende 2003, als ich Dich im Zuge Deines Briefes an die Sturm-Mitglieder kennenlernen durfte. Schnell wurde klar, dass uns gemeinsame Standpunkte einen, dass etwas getan werden musste, um Sturm zu retten - und dass ich die Ehre hatte, mit einem absoluten Experten mit übergroßem Sturm-Herzen in Kontakt bleiben zu dürfen. Unvergesslich die Sitzung in Deinem Büro in Werndorf, als die Möglichkeit eines "Gegenkandidaten" zum damaligen Präsidenten in Aussicht ausgelotet wurde, unvergesslich auch die Generalversammlung 2005, in der die damalige Sturm-Führung trotz der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Probleme von den Vereinsmitgliedern entlastet wurde und in der ein Vereinsmitglied den Antrag stellte, Dich wegen angeblich vereinsschädigenden Verhaltens aus dem Verein auszuschließen (beschämenderweise scheiterte dieser Antrag nur an der nötigen 2/3-Mehrheit, die einfache Mehrheit der Mitglieder hat sich von der aufgeheizten Stimmung blenden lassen).


Lieber Erich, ich habe Dich in all den Jahren als loyalen, aufrichtigen und unermüdlichen Kämpfer für Sturm erleben dürfen. Trotz der Steine, die Dir im Bezug auf Sturm von manchen im Verein und auch von außerhalb in den Weg gelegt wurden, hast Du nie aufgegeben und Dich immer wieder für "Deinen" Verein eingesetzt - dafür können Dir alle Sturmfans gar nicht genug danken. Ich habe auch unsere morgendlichen Diskussionen und Gespräche während unserer arbeitsbedingten Zugfahrt in die Obersteiermark sehr genossen, sie werden mir fehlen. Du hinterlässt eine Lücke, die nicht geschlossen werden kann. Ich bin dankbar, dass ich Dich kennenlernen durfte.

 

BlackNemesis
Es begann im Spätsommer 2005, als ich Dich in jungen Jahren bei einem Spiel der Sturm-Amateure am Verbandsplatz kennenlernen durfte. Aus einem analytischen Gespräch wurden mehrere analytische Gespräche. Aus einem Treffen wurden gemeinsame Spielbesuche auswärts wie daheim. Es entstand über Jahre eine wunderbar innige Freundschaft. Deine Gabe, stets sachlich und fachlich Diskussionen zu führen und Deine unheimliche Ehrlichkeit, Dein selbstloses Rückgrat und Deine Lebensfreude waren für mich einzigartig.


Du wurdest zum weitreichenden Diskussionspartner,  Mentor und tiefgründigen Wegbegleiter. Doch allen voran warst Du für mich stets ein sehr enger Freund. Da ich es bei unserem letzten Telefonat am 15. Februar nach dem Salzburg-Heimspiel nicht absehen konnte, dass es unser letztes Gespräch sein wird,  möchte ich mich auf diesem Weg einfach bei Dir bedanken. Fuer alles, was Du fuer mich warst. Ich werde Dich für immer in meinem Herzen behalten und Dich im Stillen um Rate fragen.

 

Du siehst die leuchtende Sternschnuppe nur dann, wenn sie vergeht.

Christian Friedrich  Hebbel

 

Romi & Oli
Gerne erinnern wir uns an lebendige Diskussionen mit Dir, auch Deine lustigen Anekdoten haben uns immer viel Freude bereitet.


Beeindruckend war für uns, dass Du trotz diverser Angriffe auf Deine Person, jedem immer positiv und sachlich gegenüber getreten bist. 


Man spürte, dass es Dir immer um den Verein SK Sturm Graz ging, deshalb war Dein Username Fuer Sturm auch so passend. 


Dein Platz im Kreise Deiner Freunde des Sturmforums wird immer in Ehren gehalten werden. Danke, dass wir Dich kennenlernen durften, Du warst uns ein wertvoller Wegbegleiter und wir konnten viel von Dir lernen.


Wir werden Deine positive Ausstrahlung und herzliche Art nie vergessen.

 

Reinhold
Als ich Dich im Frühjahr 2005 persönlich kennen lernen durfte, war das für mich ein Schlüsselerlebnis. Deine Visionen für Sturm haben mich von Anfang an begeistert und Deine Eigenschaft, hoch emotionalen Themen immer mit der notwendigen Sachlichkeit und dem nötigen Respekt andern gegenüber zu begegnen, haben mich tief beeindruckt und geprägt. Ohne Dich hätte ich vieles bei Sturm nie kennengelernt, nie erfahren und auch nie verstehen gelernt. So war es eine der größten Auszeichnungen in meinem Leben, als Du mich 2007 zu Deinem Assistenten bei Sturm bestellt hast und wir u.a. gemeinsam mit sehr verdienten und engagierten Freunden das „SturmEcho“ wieder neu aus der Taufe gehoben haben. 


Danke Erich, dass ich Dich kennen und mich Dein Freund nennen durfte. Das Funkeln in Deinen Augen, immer wenn es um Sturm geht, Deine liebenswürdige, humorvolle Art, Deine Ratschläge und stets versöhnlichen Worte, immer dann, wenn man sich wieder einmal in Emotionen verrannt hat, werden nicht nur mir sehr fehlen.

Am Ende wird die Geschichte uns nicht an dem, was wir sagen, messen, sondern an dem, was wir tun.

Kofi Annan

 

 

Dokumentation:

- offener Brief an die Mitglieder – Juli 2003
- Geliebter Feind – Der Kritiker im Vorstand – „Sturm hat unendlich viele Leben“ – 2007
- Interview SturmEcho #317 – Sturm muss wichtiger sein als einzelne Personen – 2007
- Interview SturmEcho #334 – Der stille Mahner – 2012
- Nachruf SturmEcho # 340 - Nachruf
- Nachruf Maturajahrgang 1974/75 HAK II Graz – Vincero Erich Fuchs